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Literaturlinguistik – philologische Brückenschläge

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Edited By Jochen A. Bär, Jana-Katharina Mende and Pamela Steen

Der Sammelband verbindet die seit Jahrzehnten konzeptionell und teilweise auch institutionell getrennten Bereiche des Fachs Germanistik: Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft. In 17 Beiträgen werden unterschiedliche thematische Bereiche, Fragestellungen und methodische Ansätze beleuchtet. Textlinguistik, Gesprächsanalyse, Dialektologie, Diskurssemantik und Bildlinguistik werden mit literarischer Hermeneutik, Erzähltheorie, Motivanalyse und Vergleichender Literaturwissenschaft in Beziehung gesetzt. Daraus ergibt sich das Plädoyer für eine neue Philologie, in der die Erkenntnisse beider Teildisziplinen des Fachs Germanistik wechselseitig zur Kenntnis genommen und füreinander fruchtbar gemacht werden.

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Fiktive Sprachen. Wie der Dialekt in die Literatur kommt – ein dialektologisch-literaturwissenschaftliches Lehr- und Forschungsprojekt (Leonhard Herrmann / Beat Siebenhaar)

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Leonhard Herrmann / Beat Siebenhaar Fiktive Sprachen. Wie der Dialekt in die Literatur kommt – ein dialektologisch-literaturwissenschaftliches Lehr- und Forschungsprojekt „In ihrer heutigen Konzeption vertritt die Leipziger Germanistik mit Nachdruck die Einheit des Fachs, wie sie sich im Zuge von dessen Institutionalisierung im 19. Jahrhundert konstituiert und über die Ausdifferenzierungen des 20. Jahrhun- derts hinweg erhalten hat.“1 Dieser Satz – er stammt von der Internetseite des Instituts für Germanistik der Universität Leipzig und beschreibt dort das Profil des Instituts – war im Sommersemester 2013 Ausgangspunkt eines literaturwis- senschaftlich-linguistischen Gemeinschaftsprojekts, dessen Ziel es war, die Signi- fikanz der „Einheit des Fachs“ Germanistik in Forschung wie Lehre exemplarisch zu erproben. Die strittige Frage einer Einheit des Fachs stellt sich in Leipzig in besonderer Weise. Als so genannte „vollgermanistische“ Ausbildung umfassen sämtliche in Leipzig angebotenen germanistischen Studiengänge beide Teildisziplinen des Fachs, und dies sowohl in historischer wie in systematischer Perspektive; die überwiegende Zahl der angebotenen Abschlüsse – der BA Germanistik sowie sämtliche Lehramtsstudiengänge – basiert darüber hinaus auf einer exakt identi- schen Gewichtung von sprach- und literaturwissenschaftlichen Studieninhalten. Erst im aufbauenden MA-Studiengang bestehen Möglichkeiten der Gewichtung, wobei auch hier jede Teildisziplin in einem Mindestmaß zu belegen ist. Ohne die Gleichzeitigkeit von Sprach- und Literaturwissenschaft, die sich auch in der personalen Struktur des Instituts zeigt, ist in Leipzig also kein Stu- dium der Germanistik absolvierbar. Dennoch – und diese Beobachtung stand am Beginn der Überlegungen des literaturwissenschaftlich-linguistischen Ge- meinschaftsprojekts – erleben viele Studierende des Fachs diese Gleichzeitigkeit als Koexistenz verschiedener, weitestgehend...

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