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Sind Adjektiv und Adverb verschiedene Wortarten? Deutsche Wortarten im Visier

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Hans-Jörg Schwenk

Das Buch wirft ein völlig neues Licht auf die Wortartenklassifikation im Deutschen im Allgemeinen und die Adjektiv-Adverb-Opposition im Besonderen. Es liefert den Beweis dafür, dass sich in Wirklichkeit hinter dem Gegensatz zwischen Adjektiv und Adverb keine Wortarten-, sondern eine Satzteileopposition verbirgt. Deshalb wirbt es für die Aufhebung von Adjektiv und Adverb als Wortarten und ihre Zusammenlegung zur neu einzuführenden Wortart der Spezifikatoren. Darüber hinaus widerlegt der Autor sowohl den morphosyntaktischen als auch den semantischen Ansatz zur Klassifikation der deutschen Wortarten generell und plädiert dafür, bei der Bestimmung der einzelnen Wortklassen ein funktionales Kriterium heranzuziehen.

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4. (Be-)Gründung einer neuen Wortart

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Die im Verlauf der zurückliegenden Ausführungen hinreichend bewiesene und somit über jeden Zweifel erhabene Notwendigkeit, eine neue Wortart einzuführen, sie zu gründen und zu begründen, wobei diese künftig all jene Wörter umfassen soll, die bislang entweder unter den Adjektiven oder den Adverbien – gemäß der Eine-Wortart-Konzeption in der real vorkommen- den adjektivzentrierten Ausgabe oder in der von mir dieser entgegengehal- tenen fiktiven adverbzentrierten Ausrichtung – oder den Adjektiven und Adverbien zugleich – gemäß der Zwei-Wortarten-Konzeption – abgelegt wurden, birgt vor allem die Notwendigkeit in sich, dieser neuen Wortart einen passenden Namen zu verleihen und sie damit entsprechend termino- logisch einzukleiden, was wiederum die alles entscheidende Frage aufwirft, welches Kriterium man heranziehen soll, um den Bezeichnungsprozess in Gang zu setzen und zu vollziehen� Um diese Aufgabe wahrzunehmen und zufrieden stellend zu bewältigen, wollen wir im Folgenden verschiedene Optionen und Strategien, die sich hierbei anbieten, durchspielen und auf ihre Akzeptabilität und Praktizierbarkeit hin überprüfen� Ginge man auf syntaktischem Wege an die Sache heran, dann brächte dies zunächst immerhin den nicht zu unterschätzenden Vorteil mit sich, dass man die Termini „Adjektiv“ und „Adverb“ zumindest in den Fällen aufrecht- und beibehalten könnte, also nicht auf einen neuen Terminus ausweichen müsste, in denen diejenigen Wörter der Klassifikation unterzo- gen werden, die sich auf eine einzige und damit eindeutige Position im Satz festlegen lassen, was bedeuteten würde, dass dann Wörter, die nur adverbial verwendet werden können, den Adverbien angehören...

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