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Revision in Permanenz

Studien zu Jean Amérys politischem Ethos nach Auschwitz

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Edited By Sylvia Weiler and Michael Hofmann

Der Band befasst sich mit Jean Améry, einem der wichtigsten Autoren «nach Auschwitz», und seinem Verhältnis zu zeitgenössischen Diskursen nach 1945. Jean Améry hat mit seinem essayistischen Werk Maßstäbe für die Reflexion des «Zivilisationsbruchs» gesetzt und dabei persönliche Erfahrungen mit philosophischen Perspektiven verknüpft. Die hier versammelten Aufsätze verdeutlichen Amérys ethische Positionen, seinen Beitrag zur Literatur- und Kulturkritik und seine politische Philosophie. Er setzte sich mit dem Existentialismus, der Kritischen Theorie, dem (Post-)Strukturalismus, der Studentenbewegung und den Debatten um die Sicherheit des Staates Israel auseinander und stand mit vielen wichtigen Autoren der Zeitgeschichte in Kontakt. Die Darstellungen zeigen, dass Améry ein exemplarisches politisches Ethos entwickelte, das sich in radikaler Offenheit den Erfahrungen der Shoah stellte und Maßstäbe für eine reflektierte Zeitgenossenschaft nach 1945 setzte.

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Inhalt

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Sylvia Weiler / Michael Hofmann Einleitung. Zur Genese von Jean Amérys politischem Ethos einer Revision in Permanenz ..........................................................7 I. Jean Amérys Ethik Irene Heidelberger-Leonard Über Zwang und Unmöglichkeit, Jean Amérys Biographin zu sein ........13 Michael Hofmann „Humanismus“ und „Kampf um Anerkennung“ bei Jean Améry ..........25 Sylvia Weiler Der Körper als Medium in die Welt nach Auschwitz – Jean Amérys Ethik der Erinnerung und ihre Ursprünge .................................43 II. Literatur- und Kulturkritik mit und nach Jean Améry Christian Poetini Imre Kertész’ Liquidation als Hommage an Jean Améry? ......................63 Ben Hutchinson „Zerrissen von inneren Widersprüchen“: Paradoxien eines Positivisten .................................................................83 Hans Höller Lesen und Autorschaft nach 1945. Mit dem Werk Jean Amérys arbeiten .................................................................101 III. Politische Philosophie nach Auschwitz Esther Marian Redemptorische Gewalt Jean Amérys Interventionen für Israel .................................................119 Inhalt6 Jürgen Doll Jean Améry (Hans Maier) und André Gorz (Gerhard Horst) – zwei österreichische Sartre-Anhänger im Exil ......................................141 Ulrike Schneider Positionsbestimmungen gegenüber Vergangenheit und Gegenwart – Jean Améry und Horst Krüger ..................................153 Oshrat A. Silberbusch Am Ende der Dialektik Jean Améry und Theodor W. Adorno ..................................................173 Epilog Robert Schindel Wuschel Bemerkungen zur Leidensgeschichte jüdischer Identität .......................193 Gerhard Scheit Über Esther Marian .............................................................................203

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