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Transgressionen im Spiegel der Übersetzung

Festschrift zum 70. Geburtstag von Prof. Maria Krysztofiak-Kaszyńska

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Edited By Beate Sommerfeld, Karolina Kęsicka, Małgorzata Korycińska-Wegner and Anna Fimiak-Chwiłkowska

Die Beiträge des Bandes nähern sich dem Phänomen der Transgression im Kontext translatologischer Fragestellungen. Transgressionen werden dabei in mehrfacher Weise konzeptualisiert: als Transzendieren von Kultur- und Wissensgrenzen und Neuverhandlung kultureller Räume, als Ausreizen ästhetischer Normen, Überschreiten von Identitäten, aber auch als Grenzgänge zwischen den Gattungen und Medien. Transgressive Dimensionen werden in der Übersetzung von Dramen (Čechov, Witkacy, Corneille), Lyrik (Leśmian, Różewicz, Mayröcker) sowie in Prosatexten (Twardoch, Wagner) aufgedeckt. Medialen Grenzüberschreitungen wird in Werbetexten und in der Audiodeskription von Filmen und Gemälden nachgegangen.

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Max Pinkus und Gerhart Hauptmanns Dramolette über das Schicksal der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus (Krzysztof A. Kuczyński)

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Krzysztof A� Kuczyński, Łódź Max Pinkus und Gerhart Hauptmanns Dramolette über das Schicksal der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus 1. Obwohl Gerhart Hauptmann sich relativ selten mit gegenwärtigen Motiven be- schäftigt hat, finden wir doch in seinem umfangreichen Schaffen Werke, die auch aktuelle Fragen thematisieren� In den düsteren Jahren nach 1933 hat sich Gerhart Hauptmann bekanntlich vor allem mit überzeitlichen, antiken Motiven, aber auch Themen von dämonischem Charakter beschäftigt, was u�a� die Atriden-Tetralogie bezeugt� Die Machtübernahme der Nationalsozialisten war eine entscheidende Zäsur in seinem Leben und bedeutete zugleich das Ende einer historischen Epoche� In sein Diarium hat Gerhart Hauptmann am 19� Februar 1933 eingetragen: Stimmung vor Sonnenuntergang (…) Die Vergangenheit kapselt sich ab… Das Geistige steht nicht mehr im Vordergrund� Es ist in Gefahr, zu verschwinden… Es ist für uns nichts mehr zu tun… Eine Eremitage für stille Arbeit ist heute mein einziges Ziel, wäre es meinetwegen eine Klosterzelle� Alle, aber auch fast alle Ereignisse der Welt, oder sagen wir, des politischen Kampfes der Völker im Innern und auch nach Außen, stoßen mich ab… (Hauptmann 1980, 222) Den politischen Ereignissen ist es - und war es schon immer - kaum möglich zu entfliehen� So war es Gerhart Hauptmann nicht beschieden, abgekapselt auf seinem Wiesenstein in aller Sammlung zu dichten� Mit Recht schreibt Hans-Egon Hass, daß Gerhart Hauptmann „hineingerissen wurde in die Begegnung mit der Unheilsgewalt der politischen Zeitmächte“ (Haas 1958)� Gerhart Hauptmann diktierte...

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