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Ost und West in Buch und Bibliothek

Festschrift für Horst Röhling

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Gottfried Kratz

Dieser Band der «Arbeiten und Bibliographien zum Buch- und Bibliothekswesen» ist dem Gründer und langjährigen Herausgeber der Reihe, Horst Röhling, aus Anlass dessen 85. Geburtstags gewidmet. Er vereint Beiträge zu den Gebieten «Bibliotheca-Slavica-Ecclesia orientalis», auf denen der Gefeierte in vielen Jahren veröffentlichte. Neben Beiträgen, die Horst Röhling selbst gewidmet sind, erscheinen hier vor allem Texte zu den deutsch-russischen Beziehungen in «Druck und Verlag», «Buch und Bibliothek», «Wort und Bild» in Ost und West. Verfasst wurden diese von Kollegen und Weggefährten unterschiedlicher institutioneller Bindung an Bibliothek, Archiv und Universität aus Deutschland und Russland.

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Wort und Bild in Ost und West

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Hans Mühl (Münster) Karl Philipp Moritz und der geheimnisvolle „Prediger an den Ufern der Wolga“: „Eigne Begebenheiten“ des Predigers Friedrich Konrad Strenge in Russland Abstract: A hitherto unknown travelogue written by the Lutheran pastor Friedrich Kon- rad Strenge (published in 1792 by K. Ph. Moritz, 1756–1793) revealing the adventurous journey to his destination in Warenburg/Volga and his misfortune. The study develops Moritz’ interest in Strenge’s journey within the context of his own work and reconstructs his tragic end of life at Wendisch Buchholz near Berlin. Als Katharina II. im Manifest vom 22. Juli 1763 ihren Ukas vom 14.10.1762 an den Senat erneuert und präzisiert, lädt sie alle Ausländer ein, sich in Russland „in allen Gouvernments, wo es jedem gefällig, häuslich niederzulassen“.1 Sie verspricht eine freie Wohnortwahl, „freye Religionsausübung, nach ihren Kirchensatzun- gen und Gebräuchen“ und die „Freiheyt, Kirchen und Glockenthürme zu bauen, und die dabey benöthigte Anzahl Priester und Kirchendiener zu unterhalten“. Auch Abgabenbefreiung für 30 Jahre sichert sie denen zu, die „in vielen Familien und ganzen Colonien eine bishero noch unbebauete Gegend besetzen“. Tausende deutsche Auswanderer, besonders aus den infolge des Dreißigjährigen Kriegs verarmten süddeutschen Gebieten, aus Hessen, der Pfalz und Württemberg2, folg- ten Katharinas Einladung zur Ansiedlung und begaben sich auf den Weg in ein scheinbar „gelobtes Land“. Vom zentralen Lübecker Sammellager aus wurden sie nach Oranienbaum bei St. Petersburg verschifft und zumeist auf dem Wasserwege weiter bis Saratow...

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