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Constructing Reality / Realität konstruierend

Festschrift in Honor of Prof. Dr. Friedrich Wallner in Celebration of his 70 th Birthday / Festschrift für Prof. Dr. Friedrich Wallner zu Ehren seines 70. Geburtstages

Edited By Nicole Holzenthal

This collection of essays assumes the main thesis of Constructive Realism: reality is created. In this volume, it is constructed by authors from various scientific disciplines and very different cultures. The Festschrift is dedicated to the founder of this philosophical approach, Professor Dr. Friedrich Wallner (University of Vienna), in celebration of his 70 th birthday.
Dieser Sammelband geht von der Hauptthese des Konstruktiven Realismus aus – wir konstruieren Realität. Hier wird sie von Autoren aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und sehr unterschiedlichen Kulturen aufgebaut. Dem Gründer des philosophischen Ansatzes Professor Dr. Friedrich Wallner (Universität Wien) ist diese Festschrift anlässlich seines 70. Geburtstags gewidmet.

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Der Konstruktive Realismus (Helmut Reinalter)

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(Helmut Reinalter) Der Konstruktive Realismus 1. Wie sind Sie auf Friedrich Wallner und den Konstruktiven Realismus gestoßen? Während meiner Tätigkeit am Institut für Philosophie der Universität Innsbruck, wo ich eine Abteilung für Politische Philosophie aufbauen sollte, bin ich auf den Konstruktiven Realismus Fritz Wallners gestoßen. Vereinzelt habe ich mich auch schon als Historiker mit dem Verhältnis von Geschichtswissenschaft und Kon- struktiven Realismus auseinandergesetzt. Ausgehend von der Definition Jörn Rüsens, dass historische Theorien Konstruktionen von Zeitverläufen sind, die als Leitfäden der Geschichte angesehen werden können, habe ich im Zusammenhang mit der Theoriebildung in der Geschichtswissenschaft die Frage geprüft, inwieweit Theorien und Methoden mit dem Konstruktiven Realismus in Einklang gebracht werden können. Besonders in der neueren Geschichtswissenschaft erlangte die wirklichkeitsbegründende Kraft von Vorstellungen, mit deren Hilfe frühere Ge- sellschaften ihre Welt für sich bedeutungsvoll gestalteten, stärker an Boden, wobei einzelne Beobachtungen häufig mit den Annahmen einer konstruktivistischen Erkenntnistheorie weitgehend übereinstimmen. Dass die Welt des Menschen das Ergebnis seiner subjektiven Konstruktionen sei, hat in der Historikerzunft bereits Fuß gefasst. Was aber noch immer fehlt, sind Versuche, solchen Überlegungen und Einsichten einen stärkeren theoretischen Rahmen zu vermitteln. Die Frage ist, ob es eine konstruktivistische Geschichtsschreibung gibt, also ein Modell, das verschiedene Methoden und Betrachtungsweisen integrieren könnte? Dabei ist es wichtig, zu verstehen, dass in der Geschichtswissenschaft die Ebenen der Beschreibung mit den Ebenen der Realität zusammenlaufen. 2. Welche Schrift(en) bzw....

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