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Constructing Reality / Realität konstruierend

Festschrift in Honor of Prof. Dr. Friedrich Wallner in Celebration of his 70 th Birthday / Festschrift für Prof. Dr. Friedrich Wallner zu Ehren seines 70. Geburtstages

Edited By Nicole Holzenthal

This collection of essays assumes the main thesis of Constructive Realism: reality is created. In this volume, it is constructed by authors from various scientific disciplines and very different cultures. The Festschrift is dedicated to the founder of this philosophical approach, Professor Dr. Friedrich Wallner (University of Vienna), in celebration of his 70 th birthday.
Dieser Sammelband geht von der Hauptthese des Konstruktiven Realismus aus – wir konstruieren Realität. Hier wird sie von Autoren aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und sehr unterschiedlichen Kulturen aufgebaut. Dem Gründer des philosophischen Ansatzes Professor Dr. Friedrich Wallner (Universität Wien) ist diese Festschrift anlässlich seines 70. Geburtstags gewidmet.

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Was bleibt vom Konstruktiven Realismus? (Thomas Slunecko)

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(Thomas Slunecko) Was bleibt vom Konstruktiven Realismus? 1. Wie sind Sie auf Friedrich Wallner und den Konstruktiven Realismus gestoßen? Dazu muss ich ein wenig ausholen: Eine Generation vor mir wurde im Gefolge des Positivismusstreites und der 1968er-Bewegung über die paradigmatische Ausrich- tung der Psychologie noch ausgiebig gestritten, v.a. in Berlin (vgl. Holzkamp, 1972, 1978), doch in meiner Studienzeit, in den 1980er Jahren hatten die Nomotheten und Statistiker bereits gesiegt und mit ihnen eine Psychologie, die fast überall, wo sie akademisch betrieben wird, als experimentelle Wissenschaft auftritt, d.h. die im Labor stattfindet und nicht in der Welt. Dementsprechend distanziert ist ihre Methodologie, ein neutrales Beobachten aus der sog. third-person-Perspektive. Jede phänomenologische Perspektive bleibt außen vor und selbst dieses Aussen- vor-Bleiben, oder anders gesagt: die Entscheidung für das nomothetische Paradig- ma, ist vergessen. Überhaupt scheinen wissenschafts- oder erkenntnistheoretische Fragen das Fach kaum zu berühren; bei besonderen Anlässen beruft man sich manchmal auf den kritischen Rationalismus Poppers, doch sind mit dieser – in aller Regel unscharfen – Berufung allfällige erkenntnistheoretische Legitimati- onsbedürfnisse auch schon versorgt. Theoretische Diskurse finden nur am Rande in wenig gelesenen Journalen (z.B. Theory of Psychology, Journal of Consciousness Studies) statt und haben nahezu keinen Einfluss auf den empirisch arbeitenden Hauptstrom des Faches. Dessen ungeachtet ist die Psychologie eine der großen akademischen Erfolgs- geschichten des 20. Jahrhunderts. Sie ist als Disziplin so erfolgreich geworden und so gut organisiert, dass sie sich auch den Kontakt mit anderen Human- und Sozialwissenschaften weitgehend ersparen kann. Ein...

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