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Interne Kapitalmärkte und interne Corporate Governance-Mechanismen

Eine empirische Untersuchung zur Wirkung von Anreizsystemen und Leitungsorganisationsformen auf die Kapitalallokationseffizienz diversifizierter deutscher börsennotierter Unternehmen

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Daniel Fallscheer

Durch geschäftsbereichsübergreifende Kapitalallokationen können diversifizierte Unternehmen Investitionen intern und somit unabhängig vom externen Kapitalmarkt finanzieren. Diese sogenannten internen Kapitalmärkte werden jedoch durchschnittlich ineffizient betrieben. Als eine Ursache werden mehrstufige Prinzipal-Agenten-Konflikte angesehen. Der Autor setzt an dieser Stelle an und untersucht mittels Panelregressionen die Wirkung von internen Corporate Governance-Mechanismen auf die Effizienz interner Kapitalmärkte. Sowohl für wertorientierte Anreizsysteme von Vorständen als auch für personelle Verflechtungen zwischen Vorständen und Geschäftsbereichsleitungen kann er positive Wirkungen auf die Allokationseffizienz nachweisen.

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Kapitel 6 Diskussion der Ergebnisse

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Ziel dieses Kapitels ist es, die zuvor empirisch gewonnen Erkenntnisse auf- zugreifen, und deren Bedeutung für die Forschung zu internen Kapitalmärk- ten zu diskutieren (Abschnitt 6.1). Hierdurch wird dem primären Ziel der Arbeit Rechnung getragen, wonach mit der vorliegenden Arbeit ein Beitrag zu weiteren Theoriebildung geleistet werden soll. Dem pragmatischen Wis- senschaftsziel der Arbeit folgend, werden die gewonnen Erkenntnisse auch aus Sicht der Praxis diskutiert (Abschnitt 6.2).721 Abschließend werden die Limitationen der Untersuchung erläutert sowie Ansatzpunkte für weitere Forschungsvorhaben aufgezeigt (Abschnitt 6.3). 6.1 Diskussion der Ergebnisse aus Sicht der Forschung 6.1.1 Bezug zu bisherigen empirischen Erkenntnissen Durch die Erkenntnisse der vorliegenden empirischen Untersuchung wird ein Teil der Befunde bisheriger empirischer Studien bestätigt oder weiter ausdifferenziert, ein anderer Teil hingegen nicht.722 Zudem werden eine Vielzahl neuer Erkenntnisse geliefert. Die Diskussion der gewonnenen Un- tersuchungsergebnisse erfolgt separat nach den beiden internen Corporate Governance-Mechanismen: (1) Anreizsysteme, (2) Leitungsorganisation. Ad (1) – Anreizsysteme: Für die variable Barvergütung der Vorstände zeigt sich als Ergebnis der vorliegenden Arbeit, dass eine wertorientierte Ausge- staltung zu einer Steigerung der Allokationseffizienz führt. Die effizienz- steigernde Wirkung ist jedoch teilweise abhängig davon, ob wertorientierte Rentabilitäts-Spreads als wertorientiert eingestuft werden, und ob die (wert- orientierte) Bemessungsgrundlage und/oder die Auszahlung ein- oder mehr- periodig ausgestaltet ist.723 Als bis dato einzige empirische Studie unter- sucht Georgieva et al. (2013) die Wirkung einer wertbeitragsorientierten 721 Zur Zielsetzung der vorliegenden Arbeit siehe ausführlich Abschnitt 1.2. 722 Für einen Überblick über...

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