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Die Palingenesie der römischen Vormundschaftsgesetze

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Nikola Georgia Galaboff

Die Möglichkeit, im klassischen römischen Recht Unmündigen und Frauen auf behördlichem Weg einen Vormund zu bestellen, geht auf die lex Atilia und die lex Iulia et Titia zurück. Diese Vormundschaftsgesetze sind der Nachwelt jedoch nicht erhalten. Die Autorin rekonstruiert einzelne Klauseln unter besonderer Berücksichtigung des sie prägenden sozio-kulturellen Rahmens. Als Grundlage dient hierbei das bekannte Phänomen der Verwendung sogenannter Spolien, also die Übernahme von Fragmenten aus älteren Gesetzen bei der Abfassung von neuen Gesetzen. So können aus den überlieferten normativen Quellen zur tutela decretalis einzelne Textteile, deren Ursprung sowohl in der lex Atilia als auch in der lex Iulia et Titia zu vermuten ist, gewonnen werden.

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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung ..................................................................................................................13 Erstes Kapitel: Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Wesens der Vormundschaft und Pflegschaft ...........15 § 1. Vormundschaft und Pflegschaft im römischen Recht .................................15 I. Die cura .........................................................................................................16 II. Die tutela .......................................................................................................19 § 2. Vormundschaft und Pflegschaft in den „deutschen“ Rechten ....................23 § 3. Vormundschaft, Pflegschaft und Betreuung im BGB ..................................28 Exkurs: Die Rezeption des römischen Vormundschaftsrechts ...................30 Zweites Kapitel: Rechtsdogmatische Untersuchungen zur römischen tutela...................................................................33 § 4. Die tutela impuberum .........................................................................................33 I. Berufung zur Vormundschaft ....................................................................33 1. Die tutela legitima ..................................................................................34 2. Die tutela testamentaria ........................................................................37 3. Die tutela decretalis ................................................................................42 4. Fähigkeit zur Vormundschaft und Ausschließungsgründe .............42 a) Körperliche Gebrechen und geistige Krankheiten ......................43 b) Sklaven ...............................................................................................43 c) Filii familias .......................................................................................44 d) Impuberes und puberes.....................................................................44 e) Latini ..................................................................................................45 f) Tutela virile officium est – die Frau als Vormünderin? ................45 g) Das spätklassische und justinianische Recht ................................51 II. Die Aufgaben des Vormunds .....................................................................52 1. Die gestio im altrömischen Recht ........................................................52 2. Die gestio im klassischen Recht ............................................................54 10 a) Negotia gerere im Besonderen ........................................................56 b) Einzelne Rechte und Pflichten des Tutors ....................................58 c) Schranken der Verfügung ...............................................................61 3. Die Geschäftsführung bei einer Mehrheit von Tutoren ...................64 4. Die Erteilung der auctoritas tutoris .....................................................66 5. Kurzüberblick über die nachklassischen Entwicklungen .................70 III. Der Rechtsschutz des Mündels – prozessuale Klageformen und Rechtsbehelfe als Fundament einer effizienten Vormundschaft ...........71 1. Rechtsschutzmöglichkeiten des Mündels im altrömischen Recht ................................................................................72 a) Die actio rationibus distrahendis ....................................................73 b) Die accusatio suspecti tutoris ..........................................................75 2....

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