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Heimliches Vorgehen und aktive Täuschung im Ermittlungsverfahren

Ermittlungsarbeit zwischen Beschuldigtenrechten und dem Gebot effektiver Strafverfolgung, diskutiert am Beispiel legendierter Kontrollen

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Bijan Nowrousian

Das Buch befasst sich mit einer zentralen Frage des Strafprozessrechts: Darf der Beschuldigte im Ermittlungsverfahren getäuscht werden? Meist nur zu Einzelfragen diskutiert, fehlt es dazu bisher an einer breiten Grundsatzdebatte und an einer monographischen Befassung. Anhand des Anwendungsbeispiels so genannter legendierter Kontrollen nähert sich der Autor dem Thema von zwei Seiten: Zuerst beleuchtet er rechtsdogmatisch die grundsätzliche Zulässigkeit aktiver Täuschung. Anschließend erfolgt die Bewertung vor dem Gebot der effektiven Strafverfolgung, welches dafür als Verfahrensgrundsatz untersucht, aber auch in einem eigenen Entwurf rechtsphilosophisch fundiert wird. Der Autor zeigt auf, dass die Täuschung des Beschuldigten grundsätzlich erlaubt ist und sogar geboten sein kann.

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Inhaltsverzeichnis

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1 Einleitung ........................................................................................................15 1.1 Thema und Gang der Erörterung .........................................................15 1.2 BGH 4 StR 436/09: Der Ausgangsfall ...................................................17 1.3 Die Entscheidung des BGH im Ausgangsfall ......................................18 1.4 Für die weitere Diskussion: eine ausgeweitete, praxisrelevantere Konstellation .............................................................19 1.5 Die Struktur der Entscheidung des BGH im Ausgangsfall ................20 2 Aktive Täuschung und Menschenwürde ...........................................23 2.1 § 147 StPO – direkte Anwendung .........................................................23 2.2 § 147 StPO – analoge Anwendung: Aktive Täuschung als Verletzung der Menschenwürde? ....................................................24 2.2.1 Täuschung, verbotene Vernehmungsmethoden und Menschenwürde .................................................................. 24 2.2.2 § 147 StPO analog oder dem Rechtsgedanken nach und legendierte Kontrollen .............................................. 30 2.3 Ergebnis ....................................................................................................30 3 Heimliches Vorgehen und aktive Täuschung: § 101 Abs. 5 StPO ........................................................................................31 3.1 Anwendungsbereich und Normzweck .................................................31 3.2 Die Zurückstellung der Benachrichtigung: Ein Rechtsinstitut zwischen Heimlichkeit und Täuschung ...............................................33 3.2.1 Zur Begrifflichkeit: Abgrenzung zwischen heimlichem Vorgehen und aktiver Täuschung bei strafprozessualen Zwangsmaßnahmen ................................................................... 33 3.2.2 Die Einordnung von § 101 Abs. 5 StPO: Bloße Heimlichkeit oder aktive Täuschung? ...................................... 35 10 3.3 Direkte Anwendung von § 101 Abs. 5 StPO ........................................36 3.4 Anwendung dem Rechtsgedanken nach ..............................................36 3.5 Ergebnis ....................................................................................................38 4 Zur generellen Zulässigkeit aktiver Täuschung: Wahrhaftigkeit des Staates im Ermittlungsverfahren? ..............39 4.1 Die beiden Extreme: § 136 a StPO und § 110 a StPO .........................39 4.2 § 136 a StPO: Das ausdrückliche Verbot der Täuschung ...................39 4.2.1 Der ungeklärte Normzweck ...................................................... 39 4.2.2 Die misslungene Norm: Kritik und einschränkende Auslegung ........................................................ 42 4.3 § 110 a StPO: Der Verdeckte Ermittler als konkludent erlaubte aktive Täuschung ................................................46...

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