Show Less

Die Rezeption der Gestaltpsychologie in Robert Musils Frühwerk

Series:

Karen Brüning

Im Mittelpunkt des Buches steht die Analyse der Wechselwirkung zwischen Robert Musils Frühwerk und der Gestaltpsychologie. Der österreichische Schriftsteller gilt als Wanderer zwischen den Welten der Wissenschaft und der Literatur. Er emanzipiert sich von der wissenschaftlichen Psychologie und setzt ihr eine auf psychologischen Erkenntnissen basierende Poetologie entgegen, in der besonders die Erkenntnisse der Gestalttheoretiker literarisch verarbeitet werden. In diesem Prozess, dessen Endpunkt der «Mann ohne Eigenschaften» darstellt, kommt dem Frühwerk eine besondere Bedeutung zu. Karen Brüning zeigt auf, wie Musil hier erstmals literarische Zugänge zu einem eigentlich psychologischen Erkenntnisinteresse erarbeitet: der Definition der Seele.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Inhalt

Extract

Vorwort ........................................................................................................................9 1. Einleitung ............................................................................................................11 1.1 Robert Musil und die Wissenschaft der Seele ...........................................11 1.2 Forschungslage ..............................................................................................17 1.3 Methodische Überlegungen zur Diskursanalyse ......................................28 1.3.1 Die Diskursanalyse nach Michel Foucault ........................................ 28 1.3.2 Die Umbruchsituation der Literatur des ausgehenden 19. Jahrhunderts als diskursanalytischer Bezugsrahmen................ 33 2. Die Wurzeln der Gestaltpsychologie.........................................................39 2.1 Die experimentelle Untersuchung psychischer Phänomene ..................39 2.2 Carl Stumpf und seine Mentoren als Wegbereiter der Gestaltpsychologie ........................................................................................44 2.3 Ernst Mach und der neutrale Monismus ...................................................56 2.4 Christian von Ehrenfels als Namensgeber der Gestaltpsychologie .................................................................................66 2.5 Zwischenfazit .................................................................................................71 3. ‚Die Verwirrungen des Zöglings Törleß‘ – Zwischen Wissenschaft und Dichtung .........................................................................73 3.1 Experimentalpsychologische Ansätze im Roman ....................................79 3.2 Törleß‘ Verwirrungen im Spiegel der Thesen Ernst Machs .....................90 3.3 Zwischenfazit – Törleß zwischen Psyche und Seele .............................. 107 4. Musils Dissertation über Ernst Mach und die Aufgabe von literarischen Kausalzusammenhängen ......................................... 111 65. ‚Vereinigungen‘ – Ein literarisches Experiment zur Negierung des Kausalzusammenhangs ................................................ 125 5.1 ‚Die Vollendung der Liebe‘ – Treue und Untreue als Komponenten des funktionalen Komplexes der Liebe ......................... 136 5.2 ‚Die Versuchung der stillen Veronika‘ – Der funktionale Zusammenhang von Leben und Tod ...................................................... 151 5.3 Zwischenfazit – Die Seele als Gestalt ...................................................... 166 6. Die Genese der Gestaltpsychologie ........................................................ 171 6.1 Max Wertheimer ........................................................................................ 177 6.1.1 ‚Experimentelle Studie über das Sehen von Bewegung‘ (1912) – Erste gestalttheoretische Implikationen .......................... 178 6.1.2 ‚Untersuchungen zur Lehre von der Gestalt‘ (1922/23) – Die Erarbeitung der Gestaltgesetze .................................................. 182 6.2 Wolfgang Köhler ........................................................................................ 186 6.2.1 ‚Über unbemerkte Empfindungen und Urteilstäuschungen‘ (1913) – Zweifel an der Konstanzannahme .................................... 187 6.2.2 ‚Die physischen Gestalten in Ruhe und im...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.