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Zur individuell-subjektiven Prägung der Bedeutung am Beispiel ausgewählter Ess- und Trinkwaren

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Jolanta Mazurkiewicz-Sokolowska

Die Autorin greift die These des Hauptvertreters der Kognitiven Grammatik, Ronald Langackers über «die Bedeutung als Konzeptualisierung» auf. Die empirische Studie zeigt die Vielfalt und Verschiedenheit der Konzeptualisierungs- und Bedeutungsinhalte, die die ProbandInnen mit alltäglichen Ausdrücken verbinden und bietet einen Einblick in «die mentalen Welten» einzelner Menschen. Die introspektiv-intersubjektive Methode erlaubt es, die Domänen auszusondern, die im Laufe der Konzeptualisierungs- und Bedeutungsbildungsprozesse eröffneten mentalen Räume nachzuvollziehen sowie die repräsentationale und prozessuale Seite der Bedeutung mit zu beleuchten.

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Die präsentierte Studie versinnlicht an konkreten Beispielen das Wesen der Be- deutung als mentaler Größe in ihrer repräsentationalen und prozessualen Dimen- sion durch den mittels der Konzeptualisierungen gewonnenen Einblick in die mentalen Welten der befragten Personen� Die präsentierten Daten geben das Bild der von einer ProbandInnengruppe zu einem gegebenen Zeitpunkt in Bezug auf ausgewählte Ausdrücke aktivierten Bedeutungsinhalte, die wie ersichtlich, i� weit über die Elemente der gefragten Domäne hinausgehen, ii� die von Person zu Per- son anders sind, und iii� sich bei der je einen Person im Falle der Ausdrücke aus zwei Sprachen, die auf dieselben Wirklichkeitsausschnitte referieren, unterschied- lich gestalten� Die Vielfalt der Bedeutungsinhalte, die die gewöhnlichen Ausdrücke aus der hier als Beispiel gewählten Domäne der [Ess- und Trinkwaren] aktivieren, veranschaulicht die Rolle der Konzeptualisierungsprozesse und versinnlicht die mentale Realität der Gleichsetzung der Konzeptualisierung mit der Bedeutung sowie deren individuellen, subjektiven, dynamischen, veränderlichen Charakter� Die Konzeptualisierungen und Bedeutungen als mentale Größen drücken im- mer die momentan aktivierten Wissens- und Erfahrungsinhalte, vor dem Hinter- grund ihrer emotionalen Prägung, aus� Sie ergeben sich aus dem mentalen Zugriff auf die Elemente der kontextabhängig aktivierten kognitiven Domänen und der sich ebenfalls kontextabhängig (unter Hinzuziehung weiterer Kontextinformatio- nen) eröffnenden mentalen Räume� Die Konzeptualisierungen und Bedeutungen entwickeln sich also im Laufe des Verarbeitungsprozesses im Zuge der hinzukom- menden Kontextfaktoren jeglicher Art, infolge der sich eröffnenden mentalen Räume und der inferierten Informationen...

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