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Die Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung

Rechtliche Einordnung und Haftungsverfassung unter Berücksichtigung der englischen LLP

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Isabel Kristin Fischer

Die Autorin setzt sich mit den bislang noch ungeklärten Fragen der praxisrelevanten Haftungskonstellationen des Innen- und Außenverhältnisses der 2013 neu eingeführten Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbB) auseinander. Den Schwerpunkt des Buches bildet die Untersuchung des Haftungsregimes dieser neuen Rechtsformvariante aus der Perspektive von anwaltlichen Zusammenschlüssen. Darüber hinaus arbeitet die Autorin die in der Praxis bestehenden Haftungsrisiken heraus und zeigt die Möglichkeiten zur Vermeidung einer persönlichen Einstandspflicht auf. Ein Vergleich zur herkömmlichen Partnerschaftsgesellschaft sowie zur englischen LLP stellt die jeweiligen Haftungsverfassungen bewertend gegenüber.

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Kapitel 5: Die Haftungsverfassung der englischen Limited Liability Partnership mit Verwaltungssitz in Deutschland

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181 Kapitel 5: Die Haftungsverfassung der englischen Limited Liability Partnership mit Verwaltungssitz in Deutschland A. Ausgangspunkt der Untersuchung In den letzten Jahren konnte der Trend beobachtet werden, dass zunehmend deut- sche Kanzleien die englische Rechtsform der Limited Liability Partnership (LLP) wählten.865 Die Besonderheit liegt darin, dass die Berufsausübungsgesellschaften in England gegründet werden und dort ihren Satzungssitz haben, ihren Verwal- tungssitz aber abweichend hiervon nach Deutschland verlegen.866 Eine Tätigkeit der Gesellschaft im Ausland ist regelmäßig von vornherein nicht geplant, stattdessen nimmt die Gesellschaft nur bzw. hauptsächlich in Deutschland ihre Geschäftstä- tigkeit auf. Aus diesem Grund spricht man in diesem Zusammenhang auch von „Briefkastengesellschaften“867 bzw. „Scheinauslandsgesellschaften“868. Diese Konstel- lation ist davon zu unterscheiden, dass die LLP ihre Hauptniederlassung in England hat und zugleich eine Zweigniederlassung in Deutschland betreibt. Gegenstand der folgenden Untersuchung bildet nur erstgenannte Variante, d. h. nur Gesellschaften, die ihre Haupttätigkeit in Deutschland entfalten. B. Rechtsverhältnisse der englischen LLP mit Verwaltungssitz in Deutschland I. Zulässigkeit der Sitzverlegung nach englischem Recht Eine Abweichung des Satzungssitzes einer Gesellschaft von ihrem Verwaltungs- sitz ist zunächst einmal faktisch ohne weiteres möglich. Satzungssitz ist derjenige Sitz der Gesellschaft, der in den Gründungsprotokollen als Sitz der Gesellschaft angegeben ist.869 Der Verwaltungssitz hingegen ist an dem Ort, an welchem alle grundlegenden Entscheidungen der Unternehmensführung getroffen werden und 865 RegE zur Einf. einer PartG mbB, BT-Drucks. 17/10487, 1. 866 Grunewald/Müller, NJW 2005, 465; Becker, AnwBl. 2011, 860; Bank, Die britische...

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