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Modifikationen semantischer Strukturen in Wortbildungsspielen

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Joanna Janicka

Wortspiele entstehen unter anderem infolge kreativen Umgangs mit Wortbildungsregeln. In der Monographie schlägt die Autorin eine Definition und Klassifikation von Wortbildungsspielen vor dem Hintergrund von Wittgensteins Sprachspieltheorie vor. Sie untersucht, wie das Spiel mit den Wortbildungsregeln die semantische Struktur von Wörtern verändert. Die Untersuchungsmethode stützt sich auf die Erkenntnis, dass komplexe Lexeme als prädikative Strukturen aufgefasst werden können. Den Analysen liegt die Dependenzgrammatik zugrunde. Die Ergebnisse weisen nach, dass durch das Wortbildungsspiel in den Prädikationsstrukturen bewirkte Veränderungen bestimmte Regelhaftigkeiten erkennen lassen.

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Einleitung

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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Wortbildungsspie- le verstanden als eine Untergruppe der Wortspiele. Schon durch diese Schwer- punktsetzung wird das Neue an dem präsentierten Untersuchungsansatz betont: Während Wortspiele nämlich bereits in zahlreichen wissenschaftlichen und po- pulärwissenschaftlichen Arbeiten aus unterschiedlicher Perspektive behandelt wurden, und während die Wortbildung des Deutschen mehrmals ausführlich untersucht und dargestellt wurde, wurde dem Wechselspiel zwischen Wortbil- dung und Wortspiel selten, und wenn, dann meist nur am Rande der vorgenom- menen Untersuchungen Beachtung geschenkt. In der vorliegenden Arbeit soll gerade dieses Verhältnis einen der Ausgangspunkte für die genaueren Untersu- chungen darstellen. Den zweiten Ausgangspunkt bildet die in der Sprachphilosophie Wittgensteins verankerte Auffassung, dass Zeichen erst im Gebrauch, in der Kommunikation, ihre Bedeutung gewinnen. Wie in der Arbeit im Folgenden dargestellt wird, sind Wortbildungsspiele Phänomene der Parole, nicht der Langue, sie sind mit dem Kontext, in dem sie vorkommen, fest verbunden, werden durch ihn motiviert, ja erst ermöglicht. Das erste durch die Untersuchung angestrebte Ziel ist es, das Wortbildungsspiel zu definieren und von anderen Wortspielen abzugrenzen. Als notwendiger Hin- tergrund dafür wird in Kapitel 1 zunächst die Problematik der Sprachspiele in der Auffassung von Wittgenstein erörtert und eine begriffliche Differenzierung zwi- schen dem Sprachspiel und dem Wortspiel vorgenommen. Anschließend werden die konstitutiven Eigenschaften von Wortspielen im Lichte neuerer Untersuchun- gen zu diesem Thema dargestellt. Erst die Klärung dieser Aspekte ermöglicht es, sich mit Wortbildungsspielen als einer Untergruppe von...

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