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Die Typologisierbarkeit von Städtereformation und die Stadt Riga als Beispiel

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Martin Pabst

Wie definieren sich Städtereformationstypen? Der Autor stellt die «Typus-Angebote», die die Forschung bisher zur Unterteilung benannt hat, grundsätzlich in Frage und entwickelt eine eigene klassifikatorische Methode der Typologisierung. Er beleuchtet dabei umfassend die Faktoren, die dem reformatorischen Geschehen in einer Stadt ihre besondere Prägung geben konnten. Das Ergebnis ist ein Katalog von 89 Fragen zu Rahmenbedingungen, Ereignissen und Formen der Reformation in einer Stadt. Welche neuen Perspektiven und Erkenntnisse die neue Analysemethode bringen kann, zeigt die praktische Anwendung im zweiten Teil des Buchs. Am Beispiel Rigas zeichnet der Autor ein konkretes – und vergleichbares – Profil des reformatorischen Geschehens der Stadt.

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IV. Kriterien einer klassifikatorischen Städtereformationstypologie

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Aus der Analyse der Rahmenbedingungen, Faktoren und Phänomenen städtischen Reformationsgeschehens in Kapitel III� ergibt sich folgender Fragenkatalog, der die Grundlage einer empirisch fundierten klassifikatorischen Städtereformationstypo- logie bildet� Die Anwendung des Fragenkatalogs auf einen konkreten Fall von Städ- tereformation macht das spezifische Profil der Städtereformation der untersuchten Stadt sicht- und vergleichbar� Hierbei muss jedoch wie auch bei einer späteren sta- tistischen Auswertung beachtet werden, dass es von der individuellen Quellenlage abhängig ist, ob die einzelnen Fragen inhaltlich – mit „ja“, „nein“ resp� einer quan- titativen Antwort – beantwortet oder lediglich begründete Vermutungen getroffen werden können� Sind ausreichend Städte mittels dieses Fragenkatalogs auf das spe- zifische Profil ihrer Städtereformation analysiert worden, können die Profile statis- tisch ausgewertet werden� Das Ergebnis einer solchen Metaanalyse ermöglicht dann die Identifikation klassifikatorischer Städtereformationstypen, welche sich dadurch auszeichnen, dass sie die gleichen Merkmalskombinationen aufweisen� IV.1 Die Ausgangslage Größe und äußere Faktoren Wie hoch war die Einwohnerzahl der zu untersuchenden Stadt während der Reforma- tionszeit? Wie ist die Zentralitätsfunktion der zu untersuchenden Stadt – im regionalen Kon- text – zu bewerten? Verfügte die zu untersuchende Stadt zu Beginn des Reformationsgeschehens über eine signifikante Autonomie von ihrem Stadtherren (Territorialherr oder Kaiser)? War die zu untersuchende Stadt Mitglied eines Städtebundes oder eines anderen regi- onalen oder überregionalen Bündnissystems? Wirtschaftliche und gesellschaftliche Faktoren Ist die Marktfunktion der zu untersuchenden Stadt als lokal, regional oder überregional zu bewerten? War die zu untersuchende Stadt Messestadt? Verf...

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