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Haftungsfragen bei Unfällen zwischen Radsportlern

Zugleich eine Untersuchung zu relativen Schutzpflichten und der Struktur des § 823 Abs. 1 BGB

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Friedrich Wagner

Radsportunfälle haben häufig neben sportlichen auch juristische Konsequenzen. Der Autor untersucht die zivilrechtlichen Haftungsfragen bei Unfällen zwischen Radsportlern und geht grundlegenden Fragen der zivilrechtlichen Haftungsdogmatik nach. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die Sportregeln zu einer verhaltens- statt erfolgsbezogenen Auslegung des § 823 Abs. 1 BGB veranlassen. In manchen Situationen erlangt das Sportreglement zudem den Status von durch § 280 Abs. 1 BGB geschützten relativen Schutzpflichten zwischen Sportlern. Über diese Anspruchsgrundlage ergeben sich auch bislang kaum beachtete Möglichkeiten zur Bekämpfung von Doping.

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Einleitung

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„Sport has the power to change the world. It has the power to unite people in a way that little else does“ (Nelson Mandela). Damit beschrieb Nelson Mandela eine der wichtigsten positiven Eigenschaften, die dem Sport gemeinhin zugeschrieben wird. Darüber hinaus fördert die sportliche Betätigung die Gesundheit und trägt zum körperlichen Wohlbefinden bei. A. Bedeutung des Sports für die Gesellschaft und Umgang der Gesellschaft mit Folgeschäden der Sportausübung Sport ist Teil der Gesellschaft. In fast allen Schulen findet Sportunterricht statt, zahllose Vereine bieten eine kaum mehr überschaubare Vielfalt an Sportprogram- men an und es gibt Wettkämpfe aller Art für Hobby- und Leistungssportler. Die Motivation zum Sportreiben ist sehr vielfältig: Leistungssportler erwirtschaften zumindest einen Teil ihrer finanziellen Lebensgrundlage durch Sportausübung, wohingegen Hobbysportler Sport betreiben, um Entspannung zu finden, Freunde zu treffen, weil ihnen die körperliche Betätigung Freude bereitet und ihrer Gesundheit zuträglich ist. Leider sind bei der Sportausübung Unfälle zwischen Sportlern unvermeidbar. Diese können teilweise gravierende Folgen für Körper und Gesundheit des Sport- lers sowie dessen Vermögen haben. In Deutschland kommt es jährlich zu etwa 2 Millionen Sportverletzungen.1 In der Schweiz verunglückten in dem Zeitraum von 2000 bis 2012 2383 Sportler tödlich.2 Bei wie vielen dieser Unfälle Fremdbeteiligung eine Rolle gespielt hat, geht aus den Statistiken leider nicht hervor. Es würde aber bereits ein sehr geringer prozentualer Anteil genügen, um zu einer beträchtlichen...

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