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Reichsdramaturgie

Kulissen und Choreographien der Macht im NS-Staat

Gunter Reiß

«Reichsdramaturgie» wird definiert als Chiffre für totalitäre Massensuggestion. Sie bezieht sich sowohl auf die Instrumentalisierung des Theaters durch Goebbels als auch auf die Inszenierungsformen des sich als ästhetisches Spektakel präsentierenden faschistischen Staates.
Rückgriffe auf Denk- und Handlungsmuster der NS-Zeit sowie Ausgrenzung und Verfolgung Andersdenkender prägen weiterhin Teile der deutschen Öffentlichkeit und beginnen, demokratische Übereinkünfte und Grundrechte auszuhebeln. Die Analyse der Theatralik des Faschismus bestätigt die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit als einen unverzichtbaren Bestandteil unseres gesellschaftlichen Denkens und Handelns.

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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort ................................................................................5 Der „Neubau“ des Theaters ...........................................11 „Reichsdramaturgie“ ........................................................16 Theatralisierung der Politik im Alltag ............................18 Die „Gemeinschaft der Braunhemden“ als „Schauspiel des Volkes“ .............................................20 Die Verwandlung der Guckkastenbühne oder: Von der Einfühlung zur Hypnose ....................................23 Das Bühnenbild: die ins Monumentale gesteigerte Umgebung ..........................................................................28 Heroische Landschaft und heroische Manneskraft .......32 Die Bühnenausstattung als Herrschaftsarchitektur ......38 Der „gebrochene“ Bühnenboden und der Blick nach oben ...........................................................................44 Das Eindringen des politischen Alltags in den Fiktionsraum der Bühne ...................................................52 Theater der Straße ...........................................................56 Choreographie der Massenauftritte ................................60 Führerkult und Sakralraum .............................................62 Einübung in die heroische Herrlichkeit des Krieges .....64 Von der Bühne zum Schlachtfeld ....................................66 Totenkult ............................................................................69 10 Strukturen der autoritären Gesellschaft .........................72 Held im Drama – der „Anstreicher“ ..............................76 Die „Schönheit“ der Ordnung .........................................79 Die Macht der Bilder ........................................................84 Auszug aus der Wirklichkeit ............................................90 Enthistorisierung als Normalisierung im Umgang mit Zeitgeschichte? ...........................................................92 Der „Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das  kroch!“ ...............................................................................94 Literatur .............................................................................95 Abbildungsnachweis .........................................................98

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