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Sprachförderungspolitik Deutschlands, Großbritanniens und Chinas im Vergleich

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Wenting Sheng

Im Buch wird die Arbeit der deutschen, britischen und chinesischen Auswärtigen Kulturpolitik bzw. Sprachförderungspolitik in Bezug auf deren Durchführungsinstitutionen – das Goethe-Institut, den British Council und das Konfuzius-Institut – verglichen und analysiert. Die Autorin vermittelt einen Einblick in die Verbreitung der deutschen, englischen und chinesischen Sprache unter der Berücksichtigung der politisch-linguistischen Blöcke Deutschlands, Großbritanniens und Chinas.

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1. Einleitung

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11 1. Einleitung Seit Einführung des Begriffs „weiche Macht“ („Soft Power“) von Joseph Nye im Jahr 1990 gewinnt die indirekte Machtausübung in Abgrenzung zu harter Macht („Hard Power“), die sich auf wirtschaftliche und militärische Stärke eines Staates bezieht, immer mehr Gewicht in der Außenpolitik. Die Auswärtige Kulturpolitik ist ein wesentlicher Bestandteil weicher Macht. Die externe Sprachförderung ist wiederum eine Kernaufgabe der Auswärtigen Kulturpolitik. Trotz des Bedeutungszuwachses der Auswärtigen Kulturpolitik haben sich die akademische Diskussion darüber und ihre wissenschaftliche Untermauerung bisher nur langsam entwickelt. Internationale Vergleiche und Erfahrungsaus- tausch gab es nur in kleinem Umfang. Besonders für das chinesische Konfuzius- Institut, dessen Gründung zehn Jahre zurückliegt, wurde die Erforschung aus internationaler Perspektive – abgesehen vom chinesischen Wissenschaftskreis – wenig thematisiert. Diese Arbeit behandelt die Auswärtigen Sprachförderungspolitik Deutsch- lands, Großbritanniens und Chinas durch die Untersuchung der bedeutendsten Träger staatlicher Sprachpolitik dieser Länder: des Goethe-Instituts, des British Council und des Konfuzius-Instituts. Darauf basierend wird ein detaillierter Vergleich zwischen den Instituten erstellt, um die Ähnlichkeit und Verschieden- heit dieser Organisationen, bzw. der von den Staaten systematisch organisierten externen Sprachvermittlungsmaßnahmen zu beschreiben. Externe Sprachförderungspolitik wird von fast jedem Staat, der es sich leisten kann, betrieben. China, Taiwan und Singapur tragen zur Förderung des Chi- nesischen bei, für die deutsche Sprache setzen sich überwiegend Deutschland und Österreich, für die englische Großbritannien, die USA und Australien ein. Deutschland und China sind die Länder mit...

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