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Entwicklungsmöglichkeiten nichtärztlicher Gesundheitsberufe

Im Kontext des demografischen Wandels unter Beachtung ökonomischer Aspekte

Rainer Thiele

Der Autor diskutiert die Herausforderungen durch den demografischen Wandel, welche das Gesundheitssystem und die Gesellschaft meistern müssen. Das Gesundheits- und Pflegesystem sieht sich mit einer steigenden Anzahl von Erkrankungen von Menschen über 60 Jahren konfrontiert. Durch die Einführung neuer medizinischer Versorgungskonzepte und das Freisetzen von Arztkapazitäten durch Delegation und Übernahme ärztlicher Tätigkeiten von neuen, akademisierten Gesundheitsberufen kann dieser Entwicklung begegnet werden. Zusätzliche Lösungsansätze finden sich auch im Einsatz kostensparender ökonomischer Hebel wie der Balanced Score Card und der Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung zur Effektivitäts- und Effizienzsteigerung.

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1. Einleitung

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In der Einleitung möchte ich die Aktualität und Notwendig- keit des Themas und des sich daraus ergebenden Handlungs- bedarfs erläutern. Es werden die Ziele dargelegt, die mit der Erarbeitung des Themas verfolgt werden, und die Thesen ausgeführt, welche es zu belegen gilt. Der strukturelle Aufbau der Arbeit wird vorgestellt und es werden einige Begriffser- klärungen gegeben. 1.1 Relevanz des Themas Der demografische Wandel umfasst die Veränderungen der Altersstruktur einer Gesellschaft, wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BBF) darlegt. (2000:8) Sozial- politische Verhältnisse, Kriege oder Naturereignisse sind Gründe für die Veränderung der Geburten- und Sterberaten. Die Differenz dieser Raten zeigt, ob eine Gesellschaft wächst oder schrumpft. Somit ist der demografische Wandel eine Betrachtung des Verhältnisses der Geburten- zur Sterberate, bezogen auf einen bestimmten Zeitraum. So führen eine ab- nehmende Sterblichkeit und hohe Geburtenzahlen zur Ver- jüngung und zum Bevölkerungswachstum der Gesellschaft, ein Rückgang der Geburten- und Sterberaten zu einem Be- völkerungsrückgang und einer Alterung in der Bevölkerung. (vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung 2000:8) Vom BBF wird ausgeführt, dass altersbezogene strukturel- le Veränderungen einer Gesellschaft mit Umdenkprozessen einhergehen. Diese Prozesse benötigen Zeit für Planung und Aufklärung der Bevölkerung. Weiter wird dargelegt, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung mit sozial-politischen Problemen und deren absehbaren Folgen für die Gesellschaft stattfinden muss. Beispielsweise sei es notwendig, Vorurteile 16 auszuräumen, wie die Annahme, dass ältere...

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