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Entwicklungsmöglichkeiten nichtärztlicher Gesundheitsberufe

Im Kontext des demografischen Wandels unter Beachtung ökonomischer Aspekte

Rainer Thiele

Der Autor diskutiert die Herausforderungen durch den demografischen Wandel, welche das Gesundheitssystem und die Gesellschaft meistern müssen. Das Gesundheits- und Pflegesystem sieht sich mit einer steigenden Anzahl von Erkrankungen von Menschen über 60 Jahren konfrontiert. Durch die Einführung neuer medizinischer Versorgungskonzepte und das Freisetzen von Arztkapazitäten durch Delegation und Übernahme ärztlicher Tätigkeiten von neuen, akademisierten Gesundheitsberufen kann dieser Entwicklung begegnet werden. Zusätzliche Lösungsansätze finden sich auch im Einsatz kostensparender ökonomischer Hebel wie der Balanced Score Card und der Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung zur Effektivitäts- und Effizienzsteigerung.

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5. Schlussbetrachtung

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In meiner Arbeit habe ich die steigenden Fallzahlen im Ge- sundheits- und Pflegebereich als Folge des demografischen Wandels und einer älter werdenden Gesellschaft dargestellt und als Herausforderung für den Gesundheits- und Pflegebe- reich in den nächsten Jahrzehnten beschrieben. Der Einsatz von nichtärztlichen Gesundheitsberufen wurde in diesem Zu- sammenhang als innovativer Ansatz einer nachhaltigen Pa- tientenversorgung aufgezeigt. Gleichzeit wurden alternative Versorgungsformen vorgestellt, die sich für den Einsatz von näGb unter Beachtung ökonomischer Aspekte eignen. Weiter wurde die Notwendigkeit der Delegation von Aufgaben an näGb und die Aufgabenteilung zwischen Ärzten und näGb aufgezeigt. Dies ist für eine nachhaltige Gesundheitsversor- gung aufgrund des Anstiegs von Pflegefallzahlen und Kran- kenhausfällen, bei dem vorherrschenden Erkrankungsbild eines multimorbiden Patienten, notwendig. Ausgehend von der jetzigen Versorgungssituation konnte herausgearbeitet werden, dass sich der Versorgungsanspruch in Pflege und Gesundheit um ein Vielfaches erhöhen wird. Der Gesundheits- und Pflegebereich ist aufgefordert, dieser Situation mit innovativen Lösungsmaßnahmen zu begegnen. Auch die Beteiligung von Regierung, Bund und Ländern ist gefragt. Maßnahmen, die durch Modernisierungsgesetze oder Reformen auf den Weg gebracht worden sind, wurden an- gesprochen. Hierbei ist deutlich geworden, dass diese Maß- nahmen möglicherweise nicht ausreichen, den anstehenden Herausforderungen gerecht zu werden. Die sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entwi- ckelnden Fallzahlen in der Pflege und im Gesundheitswe- sen wurden am Beispiel von Krankenhausfällen aufgezeigt. Schwerpunkt sind Krankheiten eines multimorbiden Krank- 92 heitsbildes wie Herz-Kreislauferkrankungen, Erkrankungen des Muskel- und Skelettapparates, psychische Alterserkran- kungen...

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