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Verhinderung von Sportwettmanipulationen und Autonomie des Sports

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Christian Weinbuch

Sportwettbewerbsmanipulationen aufgrund von Sportwetten stellen den wettbewerbsmäßig organisierten Sport vor erhebliche Probleme, da gerade die Manipulationsfreiheit ein zentraler Bestandteil eines fairen Sportwettkampfs ist. Daher beleuchtet der Autor die rechtlichen Möglichkeiten zur Verhinderung von Sportwettmanipulationen. Er erörtert die untersuchungsspezifische Problemstellung primär im Hinblick auf die Gefahren für den Sport und untersucht die Auswirkungen von Manipulationen der sportlichen Wettbewerbe aufgrund von Sportwetten auf den Sport. Abschließend beleuchtet er zielgerichtet zum einen, wessen Aufgabe es ist, den Sport vor solchen Manipulationsfällen zu schützen – die des Sports selbst oder die der öffentlichen Hand – und zum anderen, welche Handlungsmöglichkeiten diesen hierzu zur Verfügung stehen.

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A. Einführung

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1A. Einführung „Wir haben ein dichtes kriminelles Netz aufgedeckt“, so titelte die Tageszeitung ZEIT in ihrer Onlineausgabe am 04.02.20131 und zitierte damit den Europol-Direktor Rob Wainwright. Diese Äußerung tätigte er bei einer Pressekonferenz anlässlich der Auf- deckung weltweiter Fälle von sportwettenbedingten Fußballspielmanipulationen, deren Anzahl „auf einem nie dagewesenen Niveau“ sein soll.2 Nach dessen Angaben wurden insgesamt 680 Fälle von Spielmanipulationen weltweit aufgedeckt, davon 380 in Europa. Dabei sollen sogar Spiele der WM- und EM-Qualifikation3 betroffen und insgesamt 425 Spieler sowie Offizielle in diese Manipulationen involviert sein. Problematisch ist dabei, dass ein Großteil der Manipulationen seinen Glücks spiel- hin ter grund im asiatischen Wettmarkt, insbesondere in Singapur, hat und damit dem Zu griff der europäischen sowie deutschen öffentlichen Hand praktisch ent zo gen ist.4 Auf grund dieses geringen Entdeckungsrisikos sollen inzwischen verschiedene Per so nen, anstatt mit Drogen zu handeln, dazu übergegangen sein, Spiele zu mani- pu lie ren.5 In Deutschland wurde die breite Öffentlichkeit erstmals 2005 im Rahmen des sogenannten „Hoyzer-Falls“ auf die Problematik von manipulierten Fußballspielen aufgrund von Sportwetten aufmerksam. Dieser Fall gilt als größter Fußball-Skandal in Deutschland seit 1971.6 Mit der Begrifflichkeit „Hoyzer-Fall“ wird eine größere Anzahl an Manipulationsfällen aufgrund von Sportwetten in den höchsten Ligen des DFB-Bereichs bezeichnet. Dabei hatte insbesondere der Schiedsrichter der 2. Fuß ballbundesliga Robert Hoyzer7 auf das mit materiellen Anreizen verbundene 1 Vgl. ZEITOnline, 04.02.2013, Fußball, Wettbetrug, Europol. 2 Ebenso in dem in Fn. 1 erw...

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