Show Less

Verhinderung von Sportwettmanipulationen und Autonomie des Sports

Series:

Christian Weinbuch

Sportwettbewerbsmanipulationen aufgrund von Sportwetten stellen den wettbewerbsmäßig organisierten Sport vor erhebliche Probleme, da gerade die Manipulationsfreiheit ein zentraler Bestandteil eines fairen Sportwettkampfs ist. Daher beleuchtet der Autor die rechtlichen Möglichkeiten zur Verhinderung von Sportwettmanipulationen. Er erörtert die untersuchungsspezifische Problemstellung primär im Hinblick auf die Gefahren für den Sport und untersucht die Auswirkungen von Manipulationen der sportlichen Wettbewerbe aufgrund von Sportwetten auf den Sport. Abschließend beleuchtet er zielgerichtet zum einen, wessen Aufgabe es ist, den Sport vor solchen Manipulationsfällen zu schützen – die des Sports selbst oder die der öffentlichen Hand – und zum anderen, welche Handlungsmöglichkeiten diesen hierzu zur Verfügung stehen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

B. Die Autonomie des Sports

Extract

17 B. Die Autonomie des Sports I. Einführung in die Sportautonomie und Gang dieses Untersuchungsabschnitts Der Sport ist eine Sache des ihn ausübenden Menschen.87 Dieser Grundsatz liegt der Sportautonomie zugrunde. Den Sportlern muss es möglich sein, ihren Sport in einer freien selbstdefinierten Art auszuüben.88 Dies wird durch die Begrifflichkeit „Auto no mie“, welche von dem altgriechischen „autonomia“ abzuleiten ist, deutlich. Da run ter wird insbesondere die Eigengesetzlichkeit oder die Selbstständigkeit von Le bens bereichen, insbesondere in organisatorischer Hinsicht von anderen In sti- tu tio nen, ver standen.89 Dabei ist auf nationaler, inzwischen auch auf europäischer Ebene, ein ge wisser Freiraum des Sports unbestritten und wird bzw. wurde bisweilen so gar als „rechtsfreier Raum“ bezeichnet.90 Auch wenn dieser Eindruck91 manchmal na heliegt, bewegt sich der Sport im Rahmen des Rechts und der Gesetze.92 Ge- wisse Frei räume, welche von dem Begriff der Sportautonomie erfasst sind, stellen vielmehr einen Ausfluss des allgemein gültigen Rechts dar.93 Dieses Selbst be stim- mungs recht zeigt sich im Besonderen in einem weitgehenden Selbstor gani sations-, Selbstdefi nitions- und Regulierungsrecht des Sports. Auf welchem normativen Hin ter grund dies basiert, wird daher nun als erster Prüfungspunkt erörtert, bevor im Anschluss auf die Spe zifika der Sportautonomie näher eingegangen wird. Der Gang der Unter su chung ori entiert sich dabei an der Entwicklung dieser Autonomie. Dement sprec hend wird, entgegen der Normenhierarchie, mit der Erörter ung auf nationaler Ebene be gonnen, auf der auch der Schwerpunkt...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.