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Verhinderung von Sportwettmanipulationen und Autonomie des Sports

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Christian Weinbuch

Sportwettbewerbsmanipulationen aufgrund von Sportwetten stellen den wettbewerbsmäßig organisierten Sport vor erhebliche Probleme, da gerade die Manipulationsfreiheit ein zentraler Bestandteil eines fairen Sportwettkampfs ist. Daher beleuchtet der Autor die rechtlichen Möglichkeiten zur Verhinderung von Sportwettmanipulationen. Er erörtert die untersuchungsspezifische Problemstellung primär im Hinblick auf die Gefahren für den Sport und untersucht die Auswirkungen von Manipulationen der sportlichen Wettbewerbe aufgrund von Sportwetten auf den Sport. Abschließend beleuchtet er zielgerichtet zum einen, wessen Aufgabe es ist, den Sport vor solchen Manipulationsfällen zu schützen – die des Sports selbst oder die der öffentlichen Hand – und zum anderen, welche Handlungsmöglichkeiten diesen hierzu zur Verfügung stehen.

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E. Schlussbetrachtungen

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241 E. Schlussbetrachtungen In diesem letzten Abschnitt werden die Grundaussagen dieser Untersuchung in The sen form bilanziert, bevor ein Schlussfazit gezogen wird.1439 I. Gesamtbetrachtung im Lichte der Autonomie des Sports – Grundsätzlich sind die Intentionen der manipulierenden Wetter zu erkennen, wel che nicht nur in der bloßen Gewinnchancenerhöhung, sondern vielmehr in der or ga nisierten Kriminalität, insbesondere der Geldwäsche, liegen.1440 – Außerdem stellen die weltweiten Verknüpfungen der manipulierenden Wetter ein schwer wiegendes Problem bei der Bekämpfung entsprechender Fälle dar.1441 1. Die Sportseite a) Die Autonomie des Sports – Auf nationaler und europäischer Ebene kommt dem Sport ein weiter Auto no- mie bereich zu. • Auf nationaler Verfassungsebene resultiert dieser aus Art. 9 I GG i.V.m. Art. 2 I GG.1442 Einfachrechtlich ist die Sportautonomie auf die Begründung der Vereins au to no mie nach den §§ 21 ff. BGB zurückzuführen.1443 • Auch auf europäischer Ebene ist ein weiter sportautonomer Bereich aus recht - li cher Sicht bekannt und im Rahmen des Art. 165 AEUV inzwischen pri mär - recht lich normiert.1444 – Zusammengefasst ist die Sportautonomie als Autonomie der Sportler im Sinne des organisierten Sporttreibens zu verstehen.1445 – Hierdurch ergibt sich ein zentraler Bereich des Sports, welcher dem Zugriff durch die öffentliche Hand weitestgehend entzogen ist. Dies ist insbesondere 1439 Aufgrund des zusammenfassenden Charakters wird, mit wenigen Ausnahmen, auch insoweit hin sicht lich der Erkenntnisquellen nach oben verwiesen. Dies soll der Übersichtlichkeit dienen und nicht die in der Untersuchung angegebene Quel- lenschöpfung konterkarieren....

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