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Die zivilrechtliche Haftung für Schiedsrichterentscheidungen im deutschen Profifußball und die Pflicht zur Einführung technischer Hilfsmittel

Patrick Redell

Dieses Buch stellt umfassend die zivilrechtlichen Haftungsverhältnisse für Schiedsrichterentscheidungen im deutschen Profifußball dar. Der Autor begutachtet die Haftung der Schiedsrichter, des DFB und des Ligaverbandes für Spielmanipulationen, falsche Tatsachenentscheidungen und Regelverstöße des Schiedsrichters während eines Fußballpflichtspiels. Er beantwortet die Frage, ob Bundesligavereine und deren Lizenzspieler möglicherweise einen Anspruch auf den Einsatz technischer Hilfsmittel im Fußball haben. Dabei wird deutlich, dass das moderne Fußballgeschäft juristisch unterschätzt wird. Trotz Geltung und Anwendung der Vereinsautonomie darf nicht vergessen werden, dass der Sport keinen rechtsfreien Raum darstellt, sondern der Beachtung zwingender gesetzlicher Normen bedarf.

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Viertes Kapitel – Haftung des DFB für Fehlentscheidungen des Schiedsrichters

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145 Viertes Kapitel – Haftung des DFB für Fehlentscheidungen des Schiedsrichters Nachdem im dritten Kapitel festgestellt worden ist, dass der Ligaverband gegenüber den betroffenen Bundesligavereinen und den betroffenen Lizenzspielern wegen einer Spielmanipulation und eines Regelverstoßes durch den Schiedsrichter nur vertraglich aus den jeweiligen Lizenzverträgen gem. §§ 311 Abs. 1, 280 Abs. 1, 241 Abs. 2 BGB i. V. m. § 278 BGB auf Schadensersatz haftet, soll im folgenden Kapitel begutachtet werden, inwieweit der DFB für Fehlentscheidungen des Schiedsrichters in Regress genommen werden kann. Dies wird im Verhältnis zum Ligaverband (A.), zu den deutschen Bundesligavereinen (B.) und zu den deutschen Lizenzspielern (C.) bezüglich einer Haftung aus Vertrag sowie einer Haftung aus Gesetz über- prüft. Anknüpfungspunkte für eine mögliche Pflichtverletzung des DFB sind auch in diesem Zusammenhang wieder ein Handeln des Schiedsrichters in Form von: a) einer Spielmanipulation, b) einer falschen Tatsachenentscheidung und c) eines unbewussten Regelverstoßes. A. Haftung des DFB gegenüber dem Ligaverband I. Haftung aus Vertrag Zunächst gilt es zu untersuchen, ob der DFB gegenüber dem Ligaverband aufgrund vertraglicher Grundlage haftbar gemacht werden könnte. 1. Schuldverhältnis Erforderlich hierfür ist vorab das Vorliegen eines wirksamen Schuldverhältnisses zwischen den beiden Beteiligten. Zwischen dem DFB und dem Ligaverband besteht ein Pachtvertrag gem. § 581 BGB.779 Wie bereits zuvor im dritten Kapitel unter A., I., 1. auf den S. 119 f. er- wähnt, ist der Ligaverband durch den Pachtvertrag mit dem DFB hauptsächlich zum Betrieb der ihm...

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