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Die zivilrechtliche Haftung für Schiedsrichterentscheidungen im deutschen Profifußball und die Pflicht zur Einführung technischer Hilfsmittel

Patrick Redell

Dieses Buch stellt umfassend die zivilrechtlichen Haftungsverhältnisse für Schiedsrichterentscheidungen im deutschen Profifußball dar. Der Autor begutachtet die Haftung der Schiedsrichter, des DFB und des Ligaverbandes für Spielmanipulationen, falsche Tatsachenentscheidungen und Regelverstöße des Schiedsrichters während eines Fußballpflichtspiels. Er beantwortet die Frage, ob Bundesligavereine und deren Lizenzspieler möglicherweise einen Anspruch auf den Einsatz technischer Hilfsmittel im Fußball haben. Dabei wird deutlich, dass das moderne Fußballgeschäft juristisch unterschätzt wird. Trotz Geltung und Anwendung der Vereinsautonomie darf nicht vergessen werden, dass der Sport keinen rechtsfreien Raum darstellt, sondern der Beachtung zwingender gesetzlicher Normen bedarf.

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Zusammenfassung der Ergebnisse

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Die Untersuchung hat gezeigt, dass der moderne Fußball des 21. Jahrhunderts einer intensiveren juristischen Behandlung bedarf. So beinhaltet z. B. die Frage einer zivilrechtlichen Haftung für Fehlentscheidungen des Schiedsrichters im deutschen Profifußballsport hochinteressante Antworten, derer sich die nationalen Beteiligten nicht ansatzweise im Klaren sind. Trotz des Umstandes, dass der nationale Profifußballsport mittlerweile zum Mil- liardengeschäft avanciert ist, werden juristische Fragestellungen und Problemfelder oftmals ausgeblendet bis ignoriert. Dies klingt paradox, wenn man sich überlegt, welchen Stellenwert ein sportlicher Erfolg für den jeweiligen Verein und den je- weiligen Spieler hat. Dies dürfte aber allen voran dem Umstand geschuldet sein, dass der Fußballsport sowohl international wie auch national zentralistisch geführt wird und sämtliche Beteiligten vor den schier übermächtigen Dachverbänden kapi- tulieren. Dabei wird aber zu schnell vergessen, dass der Bereich des Sports keinen rechtsfreien Raum darstellt, in dem die Rechte des Einzelnen übergangen werden. Vielmehr bedarf es in jedem Fall einer Beachtung zwingender gesetzlicher Normen, oftmals unter Abwägung der widerstreitenden Interessen der Beteiligten. Die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung lassen sich in folgenden Thesen zusammenfassen: 1. Der internationale und nationale Fußballsport wird durch den Sportartmono- polgrundsatz geprägt. Dieser Grundsatz besagt, dass nur diejenigen nationa- len Fußballdachverbände am Weltfußballsport teilnehmen können, die auch Mitglieder der FIFA werden und sich dadurch den Statuten, Reglements und Entscheiden der FIFA vollumfänglich unterwerfen und die gültigen Spielregeln einhalten. Gleichzeitig verpflichtet diese Mitgliedschaft auch zur Verankerung der von der...

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