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Accept Diversity! Accept Equality?

Eine analytische Untersuchung des Anspruchs und der Realität von Gleichstellung in der Filmindustrie mit Hinblick auf die Funktion des internationalen Filmfestivals Berlinale

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Mahelia Hannemann

Die Berlinale fordert jährlich Diversität. Doch bezieht sich diese auch auf das Genderverhältnis? Welchen Einfluss haben die Filmfestspiele in der Branche, um solche Werte durchzusetzen? Die «Berlinale der starken Frauen» genau analysierend stellt die Autorin Relationen zum aktuellen Filmschaffen und ausgewählten Aspekten der Filmgeschichte her. Dabei werden sowohl kulturelle Mechanismen als auch wirtschaftliche Hürden und selektive Presseresonanzen sowie filmästhetische und dramaturgische Vorbehalte gegenüber Regisseurinnen diskutiert. In ihrer Studie gelingt es der Autorin ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass die Berlinale kein bloßer Spiegel einer Filmlandschaft ist, sondern aktiv sucht, selektiert und, wie Thomas Elsaesser es formuliert, Filme wie ein Herzmuskel in verschiedene Organe pumpt.

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Vorwort der Herausgeberin

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Frauen im Film, als Filmschaffende oder als Charaktere, deren Situation und Re- präsentanz widmet sich die Autorin in der vorliegenden Arbeit am Beispiel der Berlinale der ‚starken Frauen‘. Die Berlinale ist das deutsche A-Festival und dient sowohl dem deutschen Filmmarkt, als auch einem Austausch über Film während der Präsentation einer spezifischen Auswahl des weltweiten Filmschaffens für 10 Tage in Deutschland. Wie diese Auswahl von wem getroffen wird, diskutiert die Autorin im Sinne der Frage, warum nur wenige Frauen – als Filmschaffende wie als zentrale hand- lungsführende Charaktere es in den Wettbewerb der Berlinale schaffen. Eine Studie über die Präsentation von Regisseurinnen als auch den dargestell- ten Frauen in präsentierten Filmen trägt grundsätzlich, auch als Mikrostudie wie der hier vorliegenden, zu einem besseren Verständnis über die Gesellschaft und der Situation von Frauen in dieser bei. Filme spiegeln kulturelle und gesell- schaftliche Verhältnisse und wirken in diese zurück. Auch das Kinopublikum besteht zu einem großen, in einigen Altersgruppen zum überwiegenden, Teil aus Frauen. Wir sind integraler Teil der Gesellschaft und ohne uns würde es weder eine Gesellschaft noch Zivilisation geben. Das ist eine Binsenweisheit, muss aber erstaunlicherweise immer wieder in Erinnerung gebracht werden. In den jüngeren Film- und Fernsehproduktionen, die weiterhin vorwiegend von Regisseuren und Produzenten, Redakteuren und Programmdirektoren do- miniert werden, sind nicht nur Geschichten vorwiegend aus männlicher Sicht erzählt. Es werden auch Frauen in einer Weise dargestellt, über die sich der Ein- druck erhebt,...

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