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Von der Hysterie zur Magersucht

Adoleszenz und Krankheit in Romanen und Erzählungen der Jahrhundert- und der Jahrtausendwende

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Iris Schäfer

Die Adoleszenz geht nicht selten mit psychischen Krankheiten einher; mitunter erscheint sie selbst als eine Krankheit, die überwunden werden muss. Die Nähe von Adoleszenz und psychischer Krankheit ist ein prominentes Thema von Jugenderzählungen und Romanen der Zeit um 1900 und um 2000. Die berücksichtigten deutschsprachigen Adoleszenz- und Krankheitsdarstellungen beider Zeitabschnitte ähneln sich auf erstaunliche Weise. Neigten um die Jahrhundertwende adoleszente Figuren vermehrt zur Hysterie, so leiden sie um die Jahrtausendwende vielfach unter Magersucht. Beide Leiden erscheinen als Strategien, den während der Adoleszenz sich einstellenden psychischen Konflikten zu begegnen, diese zu verarbeiten und durch körperliche Signale nach außen hin sichtbar zu machen. Sowohl die Hysterie als auch die Magersucht kommunizieren über den Körper.

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Danksagung

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Ein besonderer Dank gilt meinem Doktorvater Prof� Dr� Hans-Heino Ewers, der mich auf vielfältige Weise bei der Umsetzung meiner Ideen unterstützt hat und stets mit Rat und Tat zur Verfügung stand� Ebenfalls zu Dank verpflichtet bin ich meinem Zweitgutachter, Prof� Dr� Edgar Pankow, durch dessen Seminar zu kommunikativen Krankheiten mein Interesse an literarischen Krankheits- narrativen bereits während des Studiums geweckt wurde� Danken möchte ich auch meinen Doktorandengeschwistern, Kolleginnen des Germanistik-Studen- tinnen-Netzwerks sowie meinen Kolleginnen und Kollegen des Instituts für Jugendbuch forschung, die mich auf vielfältige Weise unterstützt und bereichert haben� Ganz herzlich danke ich auch Regina Jaekel und den Mitarbeiterinnen der Bibliothek des Instituts für Jugendbuchforschung, Beate Schoone, Kore Engel- mann und Karin Laubrecht für die zahlreichen hilfreichen Hinweise� Ebenfalls zu Dank verpflichtet bin ich den Mitarbeiter/innen des Archivs der Frankfurter Universitätsbibliothek, unter deren wachsamen Blicken ich mit den kostbaren und wunderschönen Erstausgaben von Fontanes Cécile und Effi Briest arbeiten durfte� Die Miterbeiter/innen der Wiener Universitätsbibliothek zeigten weitaus weniger Interesse an meiner Arbeit mit Schnitzlers Lieutenant Gustl� Meiner Familie danke ich für ihre Nachsicht, die es mir ermöglichte, mich intensiv meinem Thema zu widmen und vollends in die literarische Darstellung psychischer Krankheiten einzutauchen� Dass ich selbst seelisch unbeschadet aus dieser intensiven Arbeitsphase hervorgegangen und demnach nicht zum Zei- chenträger des infektiösen Charakters literarischer Krankheitsdarstellungen geworden bin, ist nicht zuletzt meinem Mops Murphy zu verdanken, dessen Be- wegungsdrang mich dazu veranlasste, die Arbeit...

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