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Neue Formen des Poetischen

Didaktische Potenziale von Gegenwartsliteratur

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Edited By Irene Pieper and Tobias Stark

Die Beiträge des Bandes stellen ausgewählte gegenwartsliterarische Texte in den Horizont literaturdidaktischer Überlegungen und arbeiten deren Potenzial heraus: Es gehört zu den Charakteristika neuester Literatur, dass sie in vielfältiger Weise auf literarische Vorbilder, formal-ästhetische Muster und das Archiv des kulturellen Gedächtnisses Bezug nimmt. Dabei bezieht sie ein Spektrum medialer Möglichkeiten ein. In der Literatur der Gegenwart zeigen sich neue Formen des Poetischen, die sich in bemerkenswerter Weise auf Vorgängiges beziehen und erst vor der Folie des Alten verständlich werden. Differenzerfahrungen können geradezu eine kanonische Basis verlangen. In didaktischer Perspektive sind solche Texte daher herausfordernd, zugleich aber äußerst ergiebig für das literarische Lernen.

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Textinterne semantische Bildzusammenhänge herstellen: Zu einigen Anforderungen von neuen Formen parabolischen Erzählens. Gezeigt anhand aufgabenbasierter Zugänge zu Jürg Schubigers Wie man eine Hilfe findet (Jochen Heins)

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Jochen Heins Textinterne semantische Bildzusammenhänge herstellen: Zu einigen Anforderungen von neuen Formen parabolischen Erzählens. Gezeigt anhand aufgabenbasierter Zugänge zu Jürg Schubigers Wie man eine Hilfe findet Abstract Neue Formen parabolischen Erzählens stellen hohe Anforderungen an den Um- gang mit Unbestimmtheit� Für den Erwerb komplexer Verstehensprozesse erscheinen Parabeln zielführend, die poetologisch ‚einfach’ sind� Der Beitrag skizziert Darstellungs- strategien und nimmt eine empirisch lernerorientierte Analyse vor� New forms of story-telling using parables pose a significant challenge with regard to the handling and understanding of indeterminacy� The use of modern parables that are poe- tologically “simple” seems to be an effective way to support the acquirement of complex comprehension processes� This contribution outlines strategies of representation and con- tains an empiric learner-oriented analysis� Didaktisches Potential hat ein Gegenstand nicht aus sich heraus, sondern stets nur in Abhängigkeit von einer Schülerschaft und von bildungs- oder domä- nenspezifischen Zielen (cf� Zabka 2012: 140-144)� In eine Formel gebracht: Das didaktische Potential beschreibt ein Potential zur Anbahnung bzw� zur Ermögli- chung von bestimmten Lernprozessen bei bestimmten Schülern zur Erreichung bestimmter Lernziele� Der Umgang mit ‚Unbestimmtheit’ und ‚Mehrdeutigkeit’ als typische Aspekte eines „gegenstandsbezogene[n] Kernbereich[s]“ (Kämper- van den Boogaart/Pieper 2008: 47) literarischer Lesekompetenz stellt ein solches domänenspezifisches Ziel des Literaturunterrichts dar (z� B� Zabka 2006: 83)� Von konstitutiver Bedeutung sind Mehrdeutigkeit und Unbestimmtheit auch in Texten neuer Formen parabolischen Erzählens, die zunehmend Einzug in die Kinderliteratur finden� Das didaktische Potential derartiger Texte...

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