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Neue Formen des Poetischen

Didaktische Potenziale von Gegenwartsliteratur

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Edited By Irene Pieper and Tobias Stark

Die Beiträge des Bandes stellen ausgewählte gegenwartsliterarische Texte in den Horizont literaturdidaktischer Überlegungen und arbeiten deren Potenzial heraus: Es gehört zu den Charakteristika neuester Literatur, dass sie in vielfältiger Weise auf literarische Vorbilder, formal-ästhetische Muster und das Archiv des kulturellen Gedächtnisses Bezug nimmt. Dabei bezieht sie ein Spektrum medialer Möglichkeiten ein. In der Literatur der Gegenwart zeigen sich neue Formen des Poetischen, die sich in bemerkenswerter Weise auf Vorgängiges beziehen und erst vor der Folie des Alten verständlich werden. Differenzerfahrungen können geradezu eine kanonische Basis verlangen. In didaktischer Perspektive sind solche Texte daher herausfordernd, zugleich aber äußerst ergiebig für das literarische Lernen.

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Intertextualität in zeitgenössischen Theatertexten. Ewald Palmetshofers faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete und Elfriede Jelineks Winterreise aus didaktischer Perspektive (Andreas Wicke)

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Andreas Wicke Intertextualität in zeitgenössischen Theatertexten Ewald Palmetshofers faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete und Elfriede Jelineks Winterreise aus didaktischer Perspektive Abstract Intertextualität ist ein allgegenwärtiges Phänomen in neueren Theatertexten, im vorliegenden Beitrag wird es anhand zweier Stücke von Elfriede Jelinek und Ewald Palmetshofer aus didaktischer Perspektive beleuchtet� Dabei steht der ästhetische Genuss des intertextuellen Spiels im Vordergrund� Intertextuality is an omnipresent phenomenon in recent theatre texts, an aspect which is explored from a didactical perspective within this paper on the basis of two plays, one by Elfriede Jelinek and one by Ewald Palmetshofer� Primarily, the emphasis lies on the aesthetic pleasure which can arise from the intertextual game� Intertextuelles Lernen ist kein Thema, das es in die Charts der Deutschdidak- tik schaffen wird, in Lehrplänen, Bildungsstandards und Unterrichtsmaterialien kommt es nur marginal oder implizit vor� Allerdings ist das Phänomen Intertex- tualität mit Blick auf den postmodernen Roman oder das zeitgenössische Drama ubiquitär – und damit ein relevanter Bereich literarischen respektive ästhetischen Lernens� Spätestens seit den 1970er Jahren entstehen vermehrt Theatertexte, deren in- tertextueller Bezug bereits im Titel deutlich markiert ist: Heiner Müllers Ham- letmaschine (1977), Werner Schwabs Der reizende Reigen nach dem Reigen des reizenden Herrn Arthur Schnitzler (1996), Dea Lohers Manhattan Medea (1999), Tim Staffels Werther in New York (2000), Ewald Palmetshofers faust hat hun- ger und verschluckt sich an einer grete (2009) und Elfriede Jelineks Winterreise (2011) mögen als Beispiele gen...

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