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Zur Problematik der Bildung sogenannter schwarzer Kassen in Kapitalgesellschaften

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Isabel Kollenberg-Ahrens

Dieses Buch beschäftigt sich mit dem Problem schwarzer Kassen in der strafrechtlichen Praxis und Theorie. Bis zu den Entscheidungen des Bundesgerichtshofs und des Bundesverfassungsgerichts in der sogenannten «Siemens-Affäre», in der es um ein System schwarzer Kassen, dunkler Verbindungen und illegaler Geschäfte in der Wirtschaft ging, haben sich Rechtsprechung und Literatur weitestgehend auf die Untersuchung schwarzer Kassen im Bereich der öffentlichen Verwaltung und der politischen Parteien beschränkt. Durch die «Siemens-Affäre» steht die Frage der Strafbarkeit schwarzer Kassen nach § 266 StGBin Kapitalgesellschaften im Fokus der Öffentlichkeit und der Strafrechtswissenschaft. Die Autorin untersucht die Ansätze von Literatur und Rechtsprechung zur Lösung der Problematik unter dem Gesichtspunkt der Untreuestrafbarkeit, die sich speziell bei der Bildung und Unterhaltung schwarzer Kassen in der Wirtschaft stellt.

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Inhaltsverzeichnis

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I. Einführung .......................................................................................................15 II. Problemaufriss und Gang der Untersuchung..............................................15 1. Kapitel: Grundlagen zu schwarzen Kassen .......................................17 I. Die schwarze Kasse – Definition ...................................................................17 II. Begrif fliche Abgrenzung „öf fentlicher Bereich“ und „privater Bereich“ ......................................................................................21 1. Die schwarze Kasse im öf fentlichen Bereich ....................................... 21 2. Die schwarze Kasse im privaten Bereich ............................................. 23 III. Der Zweck schwarzer Kassen ........................................................................26 1. Die schwarze Kasse in der öf fentlichen Verwaltung .......................... 27 2. Die schwarze Kasse in der Partei .......................................................... 28 3. Die schwarze Kasse in Kapitalgesellschaften ....................................... 28 4. Zwischenergebnis .................................................................................... 31 2. Kapitel: Die Strafbarkeit der Bildung und Verwendung schwarzer Kassen in Kapitalgesellschaften .....................33 I. In Frage kommende Straftatbestände ...........................................................33 1. Untreue, § 266 StGB................................................................................ 33 2. Betrug, § 263 StGB .................................................................................. 37 3. Unterschlagung, § 246 StGB .................................................................. 38 4. Korruptions- und Steuerdelikte, §§ 299 f f. StGB, §§ 331 f f. StGB, §§ 370 f f. AO...................................................... 39 5. Zwischenergebnis .................................................................................... 40 II. Die Untreue – Konturlosigkeit und verfassungsrechtliche Bedenken?..................................................................40 III. Das geschützte Rechtsgut von § 266 StGB: Nur das Vermögen?...............46 10 1. Geschichtlicher Hintergrund ................................................................ 47 2. Das Schutzgut des § 266 in der heutigen Fassung .............................. 48 IV. Die Tathandlung der Untreue: Die Pflichtverletzung .................................51 1. Einordnung der schwarzen Kassen in eine Tatbestandsalternative des § 266 StGB – Missbrauch oder Treubruch? ...................................................................................... 51 2. Verletzung der Vermögensbetreuungspflicht – die Pflichtwidrigkeit als Unrechtskern der Untreue ................................. 59 3. Ansätze der Rechtsprechung und Literatur zur Pflichtwidrigkeit bei Einrichtung und Verwaltung schwarzer Kassen ............................................................... 60 a) Rechtsprechung und Literatur zur Pflichtwidrigkeit im öf fentlichen Bereich ................................................................ 61 b) Rechtsprechung und Literatur zur Pflichtwidrigkeit im parteipolitischen Bereich ........................................................ 62 aa) Das...

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