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Im intertextuellen Schlangennest

Adam Mickiewicz und polnisch-russisches (anti-)imperiales Schreiben

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Heinrich Kirschbaum

Die Monographie leistet einen Beitrag zu einer Forschungsrichtung, die man analog zur New Imperial History als Neue Imperiale Literaturgeschichte bezeichnen könnte.
Durch die Verbannung des polnischen Dichters Adam Mickiewicz nach Russland kam es in den 1820er Jahren zu einer in ihrer Intensität einmaligen Begegnung zwischen der polnischen und russischen Romantik. Paradigmatische Geltung haben vor allem die konfliktreichen Konstellationen zwischen Mickiewicz und Puškin. Im Kontext postkolonialer Ansätze zu Ostmitteleuropa untersucht das vorliegende Buch das intertextuelle Spannungsfeld, in dem die beiden Literaturen ihre (anti-)hegemonialen Schreibstrategien entwickelten und dabei kontroverse poetisch-politische Polen- und Russland-Figurationen entwarfen, die bis heute nachwirken.

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Inhaltsverzeichnis

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0. Methodisch-konzeptionelle Grundlegung ..........................................11 0.1. Einleitung. Kurzer Überblick über die Struktur der Monographie ...........................................................................................11 0.2. Joseph Conrad, Edward Said und die Postcolonial Studies in und über Polen .......................................................................20 0.3. Innere (und) äußere Orientalismen .......................................................33 0.4. Geopoetik – (Prä-)Kulturosophie ..........................................................48 0.5. Antikoloniale Intertextualität: Mimikry, Parodie, Revision .................60 0.6. Metonymische Identitätsfiguren ............................................................78 0.7. Kurze Zusammenfassung der Fragestellungen .....................................91 1. Genre-Kolonialismen .................................................................................93 1.1. Partialitätsschreiben. Doppelgängertum der Diskurse .........................93 1.2. Gattungsvalenzen in Korrespondenz ..................................................104 1.3. Unter dem Vorwand der Slavophilie ......................................................118 1.4. Intertextuelle Überläufe(r) ......................................................................131 2. Im Harem des Imperiums ...........................................................................143 2.1. Entführung aus dem Serail oder Salon-Orientalismen eines Provinz-Dandys ....................................................................................143 2.2. Odaliskenzwiste und Eunuchen-Oden. Das Sujet imperialer Polygamie ...........................................................158 2.3. Poetik der Eifersucht und Interbiographizität ....................................169 2.4. Geopoetische Inversionen, Routen des Verschweigens und orientalistische Ruthenismen ...............................................................180 2.5. Sternstunden der (Selbst-)Orientalisierung........................................193 2.6. Polnisch-russisches Romantik-Synallagma ........................................... 204 10 Inhaltsverzeichnis 3. Autotextuelles (Gegen-)Gift ...................................................................229 3.1. Virulente Trugbilder der Resignation: poetica viperina......................229 3.2. Äsopisches Fehl-Schreiben ...................................................................... 239 3.3. Mozart und Salieri. Schlingen einer Polonaise....................................247 3.4. Hypostasen des Rächers: Mazepa, Brutus, Wallenrod ........................263 3.5. Im Eifer historischer Reime..................................................................278 4. Fabula rasa und Palimpsest ....................................................................301 4.1. Suvorov, Jungfrau Russland und verschneite Berge der Freiheit ........... 301 4.2. Susanins Blut in den ozeanischen Steppen Sibiriens ...........................312 4.3. Frost und Trost. Nationalisierung der Prosaisierung ..........................323 4.4. Winterkarikaturen. Flucht nach Polen vor dem russischen Gott .......... 332 4.5. Demontage der Unendlichkeit ...............................................................345 4.6. Von der Schneeidylle zur Eishölle. Der Fluch der Hyperbel ..............369 5. Epilog (oder Prolog?): Todesgenius und Finis Poloniae ................385...

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