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Der Effekt staatlicher Anreize auf die Qualität und den Versorgungsumfang innovativer Arzneimittel

Eine Analyse unterschiedlicher Innovationsförderungen und staatlicher Regulierungen unter der Möglichkeit internationaler Preisdiskriminierung

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Karsten Rohlf

Das Buch untersucht die Auswirkungen von staatlichen Regulierungs- und Umverteilungsmaßnahmen auf Versorgungsumfang und Qualität innovativer Arzneimittel. Der Autor analysiert dies mittels einer Monopolmarktbetrachtung und erklärt die Interaktion von Staaten spieltheoretisch: Im Gegensatz zu Zulassungskostenerstattungen sowie Arzneimittelkonsumsubventionen können Forschungs- und Entwicklungskostenzuschüsse die Arzneimittelqualität steigern. Die Einführung einer Bürgerversicherung wirkt sich negativ auf die Arzneimittelqualität und die Wohlfahrt gesetzlich Versicherter aus. Der staatliche Spielraum zur Preissetzung sinkt mit zunehmender Bevölkerung und aus ungleichen Bevölkerungsstrukturen resultieren differenzierte Preise, während Referenzpreisesetzungen ineffizient sind und die Arzneimittelqualität senken.

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3 Sozialgesetzliche Rahmenbedingungen

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Im letzten Kapitel wurde aufgezeigt, dass staatliche Rahmenbedingungen wie Um- verteilung innerhalb des Gesundheitssystems und Organisation desselben, För- derung von Forschung und Entwicklung, Ausgestaltung der Rechte des geistigen Eigentums, etc. verschiedentlich auf die pharmazeutische Forschung und Entwick- lung und damit auch auf Arzneimittelinnovation und Arzneimittelqualität wirken. Dabei wurden der Patentschutz und die Förderung von Forschung und Entwick- lung bereits thematisiert. Relevante Aspekte des deutschen Gesundheitssystems, insbesondere Institutionen, Finanzierung und angedachte Finanzierungsrefor- men sowie die Arzneimittelpreisbildung werden im Folgenden betrachtet und mit den Gesundheitssystemen anderer Länder verglichen. Zur besseren Einordnung erfolgt zunächst eine Ableitung allgemeiner Anforderungen an ein Gesundheits- system aus den Staatsaufgaben des liberalen Staates sowie die Darstellung der grundsätzlichen Organisationsmöglichkeiten eines Gesundheitssystems. Nach einem liberalen Staatsverständnis vereinigen sich die Bürger zur besseren Wahrung ihrer Interessen im Staat freiwillig. Die Aufgaben des Staates bestehen Cansier (2004, S. 6–9) folgend in der Freiheitsfunktion, Gerechtigkeit, fairer Chan- cengleichheit sowie Freiheitsvoraussetzungsschutz und sozialer Gerechtigkeit. Aus diesen Aufgaben folgt für das Gesundheitssystem: Die Bürger müssen bei der Wahl ihrer Behandlung, Gesundheitsgüter und ggf. einer Krankenversicherung frei sein (Freiheitsfunktion). Eine Beschränkung der oben genannten Wahlfreiheiten auf einzelne Bürgergruppen muss ausgeschlossen sein (Gerechtigkeit). Die Bereitstel- lung eines adäquaten Gesundheitsschutzes für Kinder ist ebenfalls Aufgabe des Staates (Chancengleichheit). Ein Minimum an Mitteln zur Nachfrage nach Ge- sundheitsgütern ist zu gewährleisten, dies muss im Rahmen des Freiheitsvoraus- setzungsschutzes ebenfalls Aufgabe eines staatlichen Gesundheitssystems sein. Seit Musgrave werden dem...

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