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Ad-hoc-Publizität von Zwischenschritten

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Tobias Kallmaier

Dieses Buch behandelt die Ad-hoc-Publizität von Zwischenschritten. Der Autor gibt Emittenten Anhaltspunkte, ab wann sie mit einer Veröffentlichungspflicht rechnen müssen. Emittenten wird ferner ein Weg aufgezeigt, wie sie mit der Veröffentlichungspflicht im Fall schützenswerter Interessen umgehen können. Das Buch zeigt auf, dass auch künftige Ereignisse konkrete veröffentlichungspflichtige Tatsachen sein können. Dazu ist eine überwiegende Eintrittswahrscheinlichkeit erforderlich. Für die Kursrelevanz bedarf es hingegen keiner überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Es ist lediglich eine abgesenkte Mindestwahrscheinlichkeit notwendig. Die gefundenen Ergebnisse werden anhand mehrerer praxisrelevanter Beispiele angewandt.

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A. Einleitung

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Die Pflicht zur Veröffentlichung von Ad-hoc-Mitteilungen hat in den letzten Jahren rasant an Bedeutung gewonnen. Begünstigt wurde dies unter anderem durch ein nunmehr seit Jahren laufendes Gerichtsverfahren, in dem rund 100 Anleger Scha- densersatz von der Daimler AG verlangen, da diese Insider-Informationen zu spät veröffentlich habe. Diese Prozessserie hat zwischenzeitlich zu höchstgerichtlichen Entscheidungen geführt, insbesondere im Hinblick auf die Veröffentlichungspflicht von Zwischenschritten. Ferner hat auch der Gesetzgeber die Entwicklung im Bereich des Kapitalmarkt- rechts vorangetrieben. Mit der neuen Marktmissbrauchsverordnung wird die Rechts- grundlage, auf welcher die Ad-hoc-Mitteilungspflicht beruht, gänzlich verändert, um eine weitere Vereinheitlichung innerhalb des europäischen Binnenmarktes zu erreichen. Das Kapitalmarktrecht ist somit im ständigen Fluss und immer stärker im Be- wusstsein der Marktteilnehmer. Von entscheidender Bedeutung ist die Frage, wann eine Insider-Information ensteht. Dies ist aufgrund der gemeinsamen Anknüpfung an § 13 Abs. 1 WpHG nicht nur für die Ad-hoc-Veröffentlichungspflicht, sondern auch für das Insiderhandelsverbot von Relevanz. I. Ziel der Untersuchung Ziel dieser Arbeit ist es, die Ad-hoc-Publizitätspflicht von Zwischenschritten näher zu untersuchen. Insbesondere soll dargestellt werden, ob und wann Zwischenschritte eine Insider-Information begründen. Weiter wird behandelt, welche Auswirkungen die Veröffentlichungspflicht auf Emittenten von börsennotierten Aktien hat. Ins- besondere soll aufgezeigt werden, wie Unternehmen mit Zweifelsfragen umgehen und sich vor einer möglicherweise zu frühzeitigen Veröffentlichungspflicht schützen können. In einem zweiten praktischen Teil sollen typische Konstellationen gestreckter Geschehensverläufe darauf untersucht werden, ab wann...

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