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Verbesserung der Patientenversorgung durch Innovation und Qualität

19. Bad Orber Gespräche über kontroverse Themen im Gesundheitswesen

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Edited By Eberhard Wille

Dieser Band der Bad Orber Gespräche 2014 enthält die erweiterten Referate eines interdisziplinären Workshops zum Thema «Verbesserung der Patientenversorgung durch Innovation und Qualität». Vertreter des Deutschen Bundestages, des Gemeinsamen Bundesausschusses, des GKV-Spitzenverbandes, der Krankenkassen, der Universitätskliniken, der pharmazeutischen Industrie und der Wissenschaft erörtern Probleme der Qualitätsorientierung und der Innovationsanreize in der Gesundheitsversorgung sowie Effekte der jüngsten Reformen im Arzneimittelbereich.
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Eine Zwischenbilanz des AMNOG aus Sicht des GKV-Spitzenverbands (Johann-Magnus von Stackelberg und Anja Tebinka-Olbrich)

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Johann-Magnus von Stackelberg und Anja Tebinka-Olbrich Eine Zwischenbilanz des AMNOG aus Sicht des GKV-Spitzenverbands 1. Einleitung Das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) aus dem Jahr 2011 ist eines der ehrgeizigsten Regulierungsprojekte für die gesetzliche Krankenversi- cherung der letzten Zeit. Über den Umsetzungsstand wurde in der Vergangen- heit bereits an dieser Stelle berichtet (vgl. von Stackelberg, J./Tebinka-Olbrich, A. 2015). Die aktuellen Entwicklungen sind im Fokus des vorliegenden Beitrags. 2. Fakten zu den Verhandlungen und Schiedsstellenverfahren Bis zum Ende des Jahres 2014 wurden beim GKV-Spitzenverband 88 Erstat- tungsbetragsverfahren durchgeführt, woraus insgesamt 68 heute gültige Erstat- tungsbeträge resultieren (Mehrfachzählungen einzelner Wirkstoffe aufgrund von Neuverhandlungen im Zusammenhang mit Zulassungserweiterungen, Kündi- gung etc.). Dabei wurde die weit überwiegende Zahl der Erstattungsbeträge von 59 auf dem Verhandlungsweg abgeschlossen. Nur in neun Fällen wurde nach einem Scheitern der Verhandlung der Erstattungsbetrag durch die gemeinsame Schiedsstelle festgesetzt. Die gemeinsame Schiedsstelle hat sich dabei als wichtige neutrale Instanz im AMNOG-Prozess etabliert. Mit Stand zum 31.12.2014 wurden insgesamt 17 Schiedsstellenverfahren eingeleitet, wovon insgesamt elf durch einen Schieds- spruch abgeschlossen worden sind. In sechs Fällen haben sich die Vertragspartei- en noch während des Schiedsstellenverfahrens auf eine für beide Seiten tragbare Lösung geeinigt. Diese Bilanz zeigt, dass der angestrebte faire Ausgleich zwischen den Interessen der Versichertengemeinschaft und der pharmazeutischen Industrie bis in die Schiedsstelle hinein gängige Praxis ist. Eine weitergehende Analyse der Schiedsstellenverfahren zeigt, dass bei der überwiegenden Anzahl von 14 der eingeleiteten Schiedsstellenverfahren Wirk- stoffe ohne Zusatznutzen Gegenstand waren. In den...

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