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Zur Verwertbarkeit von Selbstkommunikation im deutschen Strafprozess

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Susanne Renka

Die Autorin befasst sich eingehend mit der rechtlichen und psychologischen Bedeutung selbstkommunikativer Phänomene. Hierbei betrachtet sie insbesondere Selbstgespräche sowie Tagebücher und erörtert die Frage, ob selbstkommunikative Inhalte als Beweismittel im Strafprozess verwertet werden dürfen. Dieses Buch bereitet die juristische Literatur und höchstrichterliche Rechtsprechung zum Thema systematisch auf und schließt bestehende Lücken insbesondere durch die Erarbeitung der psychologischen Aspekte der Selbstkommunikation. Dabei leistet dieses Buch einen Beitrag zur Klärung rechtlicher Problematiken bei staatlichen Überwachungsmaßnahmen vor dem Hintergrund der immer weiter fortschreitenden Technologisierung und Digitalisierung unserer Gesellschaft.

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2. Teil Problemkreis „Selbstkommunikation“

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11 2. Teil Problemkreis „Selbstkommunikation“ Die Selbstkommunikation ist ein alltägliches Phänomen, dessen Bedeutung oft unterschätzt wird. Die meisten Menschen sind sich weder über ihren Sinn und Zweck im Klaren noch ihrer Existenz bewusst. Um ihren Stellenwert für jeden Einzelnen zu verdeutlichen und ein grundle- gendes Verständnis für die Problematik der Selbstkommunikation zu schaffen, beschäftigt sich diese Arbeit umfassend mit ihren Formen, ihrem Vorkommen, ihren Eigenschaften und Besonderheiten. Ohne eine umfangreiche Darstel- lung des Gegenstandes der Selbstkommunikation, ist es für den psychologisch nur gering geschulten Leser äußerst schwierig, die später im Rahmen der Ver- wertbarkeit der Selbstkommunikation zu erörternden Argumente nachzuvoll- ziehen. Daher erläutert der zweite Teil dieser Arbeit den Begriff der Selbstkommuni- kation zunächst aus allgemeiner sprachlicher sowie anschließend eingehend aus psychologischer Sicht. In einem weiteren Schritt beschäftigt sich die Arbeit in diesem Kapitel mit der straf- und strafprozessrechtlichen Relevanz von Selbstäußerungen – zunächst außerhalb der Frage ihrer Verwertbarkeit – und nimmt sodann eine Einteilung der Beweiserhebungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Äußerungssituationen vor. 12 §1 Der Begriff der „Selbstkommunikation“ und seine Bedeutung In diesem Abschnitt werden insbesondere der Sinn und Zweck sowie die Eigen- arten und Formen der Selbstkommunikation dargestellt, um die Bedeutung der sehr uneinheitlichen56 Begrifflichkeiten zu klären und den Leser auf die Proble- matik der Verwertbarkeit der Selbstkommunikation hinzuführen. Hierbei wird zunächst der allgemeine Sprachgebrauch des Begriffs der Selbst- kommunikation dargestellt. Diese Betrachtung erläutert die Rolle...

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