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Wettinische Klöster im 12. und 13. Jahrhundert

Die Gründungen Dietrichs des Bedrängten († 1221) und Heinrichs des Erlauchten († 1288)

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Bianca Else

Das Buch entschlüsselt ein für das Geschlecht der Wettiner sonst untypisches Handeln: Während der Zeit der deutschen Ostsiedlung begründen Dietrich der Bedrängte und sein Sohn Heinrich der Erlauchte zahlreiche Klöster in ihren Herrschaftsbereichen neben einer vorhandenen Grablege ihrer Stammlinie. Die Autorin analysiert sowohl die Persönlichkeiten der zwei Landesherren als auch das Entstehen der acht auf sie zurückgehenden Monasterien. Dabei geht sie detailliert und mit teils gewagter Methode vor. Zudem wird die Synthese von Theologie und Landesgeschichte genutzt. Die Studie hält auch so manche neue und überraschende Erkenntnis zu bekannt scheinendem Gut bereit.

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II. Zwei Wettiner und ihre Klostergründungen

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II.1. Die Monasterien Dietrichs des Bedrängten II.1.1. Charakteristik des Initiators Der Einleitung folgend steht nun Dietrich der Bedrängte als Mensch im Mit- telpunkt.175 Ausschnitte aus seinem Leben sollen helfen, die Persönlichkeit dieses Mannes herauszuarbeiten. Stellung in der Familie Dietrich der Bedrängte entstammte dem seit dem 10. Jahrhundert nachweis- baren Geschlecht der Wettiner.176 Er war der zweitgeborene Sohn Mark- graf Ottos von Meißen und seiner Ehefrau Hedwig, Tochter Albrechts des Bären von Brandenburg aus dem Hause der Askanier.177 Damit gehörte er zur wettinischen Hauptlinie. Sein Vater hatte ihn, entgegen dem Erst- geburtsrecht seines älteren Bruders, zur Nachfolge in der Herrschaft über die Mark Meißen bestimmt. Doch der Erstgeborene, Albrecht der Stolze, bestand auf seinem Erbrecht an der Meißner Markgrafenwürde und suchte dies durch Gefangennahme des Vaters durchzusetzen. Das Eingreifen von Kaiser Friedrich I. beendete zwar Ottos Gefangenschaft, aber nicht den innerfamiliären Zwist. Erst dem Sohn Friedrichs I., König Heinrich VI., gelang ein Ausgleich zwischen Vater und Sohn. Nach dem Tod Markgraf Ottos 1190 trat nun Albrecht die Herrschaft über die Mark Meißen an, Dietrich hingegen erhielt aus dem wettinischen Eigengut die Grafschaft Wei- ßenfels178. Der Familienkonflikt setzte sich im Kämpfen der beiden Brüder fort. Hierbei versuchte Albrecht seinen jüngeren Bruder aus dessen Erbgut zu verdrängen.179 Der Dietrich im 16. Jahrhundert beigelegte, etwas ein- 175 S. Seite 17. 176 Zum ersten sicher nachweisbaren Ahn der Wettiner s. SCHLENKER, Trans- formationen, 97. 177 S. POSSE, Die...

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