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Wettinische Klöster im 12. und 13. Jahrhundert

Die Gründungen Dietrichs des Bedrängten († 1221) und Heinrichs des Erlauchten († 1288)

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Bianca Else

Das Buch entschlüsselt ein für das Geschlecht der Wettiner sonst untypisches Handeln: Während der Zeit der deutschen Ostsiedlung begründen Dietrich der Bedrängte und sein Sohn Heinrich der Erlauchte zahlreiche Klöster in ihren Herrschaftsbereichen neben einer vorhandenen Grablege ihrer Stammlinie. Die Autorin analysiert sowohl die Persönlichkeiten der zwei Landesherren als auch das Entstehen der acht auf sie zurückgehenden Monasterien. Dabei geht sie detailliert und mit teils gewagter Methode vor. Zudem wird die Synthese von Theologie und Landesgeschichte genutzt. Die Studie hält auch so manche neue und überraschende Erkenntnis zu bekannt scheinendem Gut bereit.

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III. Die Klostergründungen Dietrichs des Bedrängten und Heinrichs des Erlauchten – Entstehung, Ziele, Grund ihrer Anzahl

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215 III. Die Klostergründungen Dietrichs des Bedrängten und Heinrichs des Erlauchten – Entstehung, Ziele, Grund ihrer Anzahl Die Untersuchung der acht Klöster, die die Wettiner Dietrich der Bedrängte und Heinrich der Erlauchte in ihren Herrschaftsbereichen schufen, brachte folgende Antworten auf die Forschungsfragestellung. Bei den sechs Monasterien, für die eine Beurkundung ihres Anfangs vor- liegt, zeigte sich eine zweiaktige Entstehung. Diese beiden Rechtsakte konn- ten denotativ und juristisch als Gründung und erstausstattende Schenkung bestimmt werden. Sie setzten sich sowohl begrifflich als auch inhaltlich voneinander ab und waren sachlich doch eng miteinander verbunden. Mit der Gründung wurde ein neues Rechtsobjekt geschaffen, das zunächst nur ideell existierte. Durch den zweiten Akt erhielt es seine konkrete materielle Form. Einen durchgehend gebrauchten Begriff für den einen oder anderen Akt wies das Quellenmaterial nicht auf. Es bot für beide eine breite Vielfalt an Worten. In fünf Fällen, konkret bei Eisenberg, St. Thomas in Leipzig, Heilig-Kreuz nahe Meißen, Neuzelle sowie beim Kloster der seligen Maria und des heiligen Laurencius, ereignete sich die Gründung vor der Schen- kung, wobei der zeitliche Abstand beider Akte offen blieb. Beim sechsten Monasterium, Seußlitz II, verhielt es sich aufgrund des zweigeteilten Schen- kungsaktes teils ebenso und teils geschah beides zeitgleich. Auch die Klöster Zwickau und Seußlitz I, für die keine Beurkundung ihres Beginns vorhanden ist, ließen zwei Entstehungsakte erkennen. Diese kommen inhaltlich den bei den anderen sechs Einrichtungen festgestellten gleich. Eine Verbindung der zwei...

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