Show Less

Der Übergang zur Elternschaft mit oder ohne Trauschein

Elterliche Lebensform und partnerschaftliche Arbeitsteilung zwischen Geschlechterkultur, Geschlechterstruktur und geschlechtsbezogenem Handeln

Series:

Karin Holzer

Die Autorin untersucht den Traditionalisierungseffekt bei verheirateten und unverheirateten Paaren. Anders als in der bisherigen wissenschaftlichen Forschung sieht sie die Gründe für diesen in der Institution Familie. Erkenntnisse der Familiensoziologie und der Frauen- und Geschlechterforschung miteinander vereinend, formuliert sie die Entwicklung eines integrativen Forschungsansatzes als Forschungsziel und setzt dieses methodisch mithilfe einer subjekt- und paarorientierten Übergangsforschung um.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

5. Familie und Familiengründungals Mediatoren zwischen demgesellschaftlichen und dem privatenGeschlechterverhältnis

Extract

135 5. Familie und Familiengründung als Mediatoren zwischen dem gesellschaftlichen und dem privaten Geschlechterverhältnis 5.1 Familie und Familiengründung als gemeinsame Anknüpfungspunkte von Familiensoziologie und Frauen- und Geschlechterforschung Während in der makroanalytisch orientierten Familiensoziologie die Aufga- ben der Familie vor allem in ihren Funktionen als gesellschaftliches Teilsys- tem, als sozialer Institution sowie als Institution, die sich im Austausch mit der Sozialstruktur befindet, gesehen werden und insbesondere die sozialen Wandlungsprozesse hervorheben, die zu einer Pluralisierung und Indivi- dualisierung elterlicher Lebensformen geführt hat, betont die Frauen- und Geschlechterforschung stärker die Einbindung und den Beitrag, den die Fa- milie (auch) in ihrer Doppelfunktion sowohl durch die Einbindung in das institutionelle Gefüge der Gesellschaft als auch durch ihre Funktion als so- ziales Beziehungsnetz für die Reproduktion, aber auch die Veränderung des gesellschaftlichen Geschlechterverhältnisses leistet. Diese „Herausbildung, Tradierung und Veränderung von Geschlechtlichkeit“, die nach Micus-Loos (2003, S. 1) in der Familie vollzogen wird, impliziert zugleich, dass die Fami- lie nach Becker-Schmidt (2005) als wichtige Schaltstelle fungiert, an der die geschlechtliche und gesellschaftliche Arbeitsteilung im Rahmen der Paarbe- ziehung koordiniert werden. Daher ist die Familie auch als wichtiger Struk- turgeber der Gesellschaft zu verstehen (ebd.). Gleichzeitig begreifen Krüger und Levy (2000, S. 388) die Familie auch als „Knotenpunkt der Verknüp- fungslogiken zwischen lebenslaufstrukturierenden Institutionen, die ohne das familiale Beziehungsmanagement in ihrer Funktionsweise stark beeinträchtigt wären“. Die in der Familie vollzogene partnerschaftliche Arbeitsteilung zwi- schen den Geschlechtern ist somit der „Dreh- und...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.