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Beobachtungen zum heutigen Konservatismus in Deutschland

Eine Untersuchung nach Edmund Burke

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Christoph Klunker

Dieses Buch kommt dem Konservativen auf die Spur. Mit Darstellungen aus Politik und Forschung wird zunächst das widersprüchliche Konservatismusverständnis aufgezeigt. Während der Konservatismus nicht selten als rückwärtsgewandt oder gar reaktionär bewertet wird, sehen seine Vertreter sich selbst als notwendiges Korrektiv am Progressiven und Liberalen. Der irische Politiker und Stammvater des Konservatismus, Edmund Burke, offenbart sich als der ideale Bezugspunkt für eine Untersuchung dieser umstrittenen Thematik. Seine Werke überraschen mit der Aktualität seiner Aussagen. Der Autor rückt die politische Kultur und den gesellschaftlichen Diskurs in ein neues Licht. Es wird deutlich, wo die Schwachpunkte heutiger Politikdiskurse liegen – nicht nur in Deutschland.

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Einleitung

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Die vorliegende Arbeit möchte dem Konservatismus bzw. dem Konserva- tiven als politischem Begriff auf den Grund gehen und untersuchen, wie er sich konkret in der heutigen politischen Praxis in Deutschland darstellt. Zu undeutlich und widersprüchlich gestalten sich die Aussagen der jewei- ligen Protagonisten, Autoren oder Adressaten. Es soll untersucht werden, inwiefern der Begriff anhand einer Rückbesinnung auf eine ursprüngliche Bedeutung oder Ausgangsbasis in die heutige Zeit übersetzt werden kann, um hierüber etwas Klarheit über sein Wesen zu erhalten. Die insbesondere in krisenhaften Zeiten aufkommende gesellschaftliche und mediale Debatte über das zu schärfende „konservative Profil“ der als konservativ bekannten Volksparteien mit dem C im Namen war nach der Banken- und Staatsfinanzkrise beginnend im Jahr 2008 und fortfolgenden von einer zunehmenden Intensität geprägt. Der mediale Diskurs über die Ursa- chen und Folgen für die Weltwirtschaft1 provozierte sogar eine scharfe Wort- meldung des Papstes Franziskus in seinen Enzykliken Evangelii Gaudium2 und Laudato Si3. Dabei stehen die Rolle von Staat und seine Beziehung zur Wirtschaft, der systemische Wachstumsdruck oder andere, allgemein als fehlerhaft wahrgenommene Entwicklungen der Gesellschaft im Zentrum der Diskussion.4 Ein Zusammenhang zwischen Krisenereignissen5 und dem Konservatismus lässt sich nur vermuten, wird die kritische Reaktion des konservativen Lagers in der Tat auch als Krisensymptom beschrieben.6 Doch scheitert eine tiefere Auseinandersetzung mit einer solchen Interdependenz 1 Sinn (2014), Kuhn (2014), Schuppan (2014) Krugman (2009), Wagenknecht (2013), Illing (2013), Kessler (2012), Andersen/Althammer (2010), u.a. 2 Papst Franziskus: Evangelii Gaudium (2013). 3 Papst Franziskus: Laudato Si...

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