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Die Stiftung

Jahreshefte zum Stiftungswesen – 9. Jahrgang, 2015

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Bernd Andrick, Matthias Gantenbrink, Gerd Hellmig, Axel Janitzki, Karl-Heinz Muscheler and Markus Schewe

Der Verein Fundare e.V., ein gemeinnütziger Verein zur Förderung des Stiftungswesens, hat es sich zum Ziel gesetzt, zu einer aufblühenden Stiftungskultur in Deutschland beizutragen. Dazu sollen insbesondere die wissenschaftlichen und praktischen Grundlagen des Stiftens erforscht werden. Der Erfüllung dieser Aufgabe dient die Zeitschrift Die Stiftung – Jahreshefte zum Stiftungswesen. Sie beinhaltet in ihrer neunten Ausgabe vor allem die Vorträge, die auf dem von Fundare e.V. veranstalteten 9. Stiftungsrechtstag an der Ruhr-Universität Bochum gehalten wurden. Darüber hinaus haben noch weitere Beiträge Aufnahme gefunden. Es werden nicht nur eingehend zivilrechtliche, sondern auch verwaltungs- und steuerrechtliche Problematiken des Stiftungsrechts beleuchtet. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem in der Praxis viel diskutierten Thema «Compliance», wobei die aktuellen Themen im Stiftungs- und Stiftungssteuerrecht nicht vernachlässigt werden.

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Der Wind wird rauer! Dass Stiftungen – rechtlich gesehen – nichts Außergewöhnliches sind und rich- tigerweise auch nicht sein sollten, sondern etwas Normales, zeigt sich mit zu- nehmender Aktualität exemplarisch daran, dass die in der sonstigen „Welt“ seit einigen Jahren aufkommende und für viele Unternehmen zu einem zentralen Punkt gewordene Compliance-Debatte nun auch die bislang „ruhige See“ der Stiftungswelt erreicht hat� Konnten früher Stiftungsorgane weitgehend schalten und walten wie sie wollten, solange sie nur die steuerrechtlichen Vorschriften und die wenigen Genehmigungsvorbehalte der Landesstiftungsgesetze beachte- ten, zeigen nicht nur die jüngsten (und ersten) Beispiele aus der Rechtsprechung, sondern auch das zentrale Thema des diesjährigen Stiftungsrechtstages, dass sich Stiftungsorgane heute einem größeren Rechtfertigungsdruck ausgesetzt sehen und  – insbesondere gegenüber Aufsichtsgremien und ihren Nachfolgern im Amt – ihr Handeln für die Stiftung rechtfertigen müssen� Dieser Prozess ist in Gang gesetzt und wird sich auch nicht mehr umkehren lassen� Das bedeutet, Or- gane müssen sich heute und zukünftig stärker als in der Vergangenheit im Vorfeld einer Entscheidung kritisch fragen, warum sie etwas tun oder etwas unterlassen, sie müssen ihre Handlungen an äußeren Maßstäben messen und auch dokumen- tieren, was und warum sie etwas getan haben� Nur so werden sie im Nachhinein, wenn etwas schief gegangen ist, erklären können, dass sie im Vorfeld alles getan haben, um einen Schadensfall zu vermeiden, und eine persönliche Haftung vermeiden können� Auf den ersten Blick scheint das für Stiftungen selbst...

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