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Die Wallonie und Brüssel

Eine Bestandsaufnahme

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Edited By Anne Begenat-Neuschäfer and Marieke Gillessen

Das Buch stellt erstmals die Föderation Wallonie-Brüssel, die Wallonische Region und die Französische Gemeinschaft Belgiens einem deutschen Publikum vor und führt in wesentliche Aspekte des öffentlichen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens ein. Neben Bereichen wie Sprache, Literatur, Film, Comic und Wissenschaftsaustausch beleuchtet es auch die Verfassungsreformen aus aktueller Perspektive. Die Autoren erweitern und vervollständigen Themen, die bereits im ersten Band der Reihe «Belgien im Fokus» angesprochen wurden. Ein weiterer Band behandelt die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens.

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Politik und Wirtschaft

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Charles-Étienne Lagasse Wallonie-Brüssel: Eine Föderation innerhalb der belgischen Föderation? Abstract This texts tries to explain the status of Wallonia and Brussels within the Belgian federal state by showing the evolution of the Belgian state towards a unique federalism, the current organization of the relations between Wallonia and Brussels as well as the future of these two entities in the context of the evolution of Belgium and the European Union. Der vorliegende Beitrag möchte den Platz der Wallonie und Brüssels im Rahmen des belgischen Föderalstaats vorstellen, ihre Beziehungen erläutern und darlegen, welche Gründe die politischen Machthaber dazu bewogen haben, eine „Fédération Wallonie-Bruxelles“ zu gründen. Um dies zu tun, ist es notwendig: – kurz die Entwicklung des belgischen Staates zu einem einzigartigen Födera- lismus zu vergegenwärtigen und an das Kräftegleichgewicht innerhalb der belgischen Föderation zu erinnern; – die aktuellen Organisationsmodalitäten der Beziehungen zwischen der Wallonie und Brüssel zu beschreiben; – und schließlich die Zukunft dieser Beziehungen im Kontext der Entwicklung Belgiens und der Europäischen Union zu umreißen. 1. Vom Einheitsstaat von 1831 zum einzigartigen Föderalismus Im Jahr 1831 verabschiedete der Nationalkongress (gewählt von rund 35 000 Männern) nach intensiven und wohlüberlegten Vorbereitungen den Verfassungs- text des jungen belgischen Staates. Zu diesem Zeitpunkt verbreiteten sich Liberalismus und Nationalismen explo- sionsartig; zudem zeichnete sich die politische Gesellschaft, die im Text abgebildet ist, durch Bourgeoisie, Französischsprachigkeit und Unitarismus aus. Die Urheber der...

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