Show Less

Die Wallonie und Brüssel

Eine Bestandsaufnahme

Series:

Anne Begenat-Neuschäfer and Marieke Gillessen

Das Buch stellt erstmals die Föderation Wallonie-Brüssel, die Wallonische Region und die Französische Gemeinschaft Belgiens einem deutschen Publikum vor und führt in wesentliche Aspekte des öffentlichen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens ein. Neben Bereichen wie Sprache, Literatur, Film, Comic und Wissenschaftsaustausch beleuchtet es auch die Verfassungsreformen aus aktueller Perspektive. Die Autoren erweitern und vervollständigen Themen, die bereits im ersten Band der Reihe «Belgien im Fokus» angesprochen wurden. Ein weiterer Band behandelt die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Sprache und Literatur

Extract

Michel Francard Die Sprachen des romanischen Belgiens Abstract It is well known that French, one of the official languages of Belgium, is spoken by the about four million inhabitants of Wallonia and Brussels. Less well known is the existence of regional languages of Roman origin. The present text presents these Belgian Roman languages from a historical, linguistic and sociolinguistic perspective and gives some reference works. 0. Am Anfang war… die Sprachgrenze Die Sprachverteilung in Belgien folgt einer Grenze, die das Land von Osten nach Westen durchquert. Diese hat ihren lange zurückliegenden Ursprung in den ger- manischen Migrationen des 4. und 5. Jahrhunderts unseres geografischen Raumes auf dem Gebiet des Römischen Reiches. Die Populationen, die sich im Norden Belgiens niederließen, übten dort einen nachhaltigen Einfluss aus, der die latei- nische Sprache und Kultur verdrängte; im Süden des Landes bestand jedoch das lateinische Erbe fort. Der Verlauf dieser Sprachgrenze hat sich während der Jahrhunderte nicht stark verändert, er sollte jedoch am Ende des 20. Jahrhunderts eine fundamentale Mo- difizierung erfahren. Während diese Sprachgrenze in den ersten Jahrzehnten des belgischen Staates (gegründet 1830) aufgrund der linguistischen Gegebenheiten der Volkszählungen Schwankungen unterlag, wurde ihr Verlauf durch das Ge- setz vom 8. November 1962 festgelegt. Aus einer sprachlichen ist eine politische Grenze geworden, welche die zwei großen Sprachregionen des Landes, Flandern im Norden und die Wallonie im Süden, voneinander trennt. Michel Francard152 Abbildung 1 – Die Gemeinschaften im föderalen Belgien.1 Die Gemeinschaften im...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.