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Wort – Text – Diskurs

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Edited By Magdalena Duś, Robert Kołodziej and Tomasz Rojek

Die in diesem Band vereinigten Beiträge nehmen Bezug auf Forschungsgegenstände der Germanistik und angewandten Sprachwissenschaft, insbesondere der Morphologie, Syntax, Phraseologie, der Text- und Diskurslinguistik sowie der Translations- und Literaturwissenschaft. Die Autorinnen und Autoren würdigen mit ihren Beiträgen die wissenschaftlichen Leistungen der polnischen Germanistin und ehemaligen Präsidentin des Verbandes Polnischer Germanisten Zofia Berdychowska, Professorin an der Jagiellonen-Universität Kraków. Die Publikation erscheint anlässlich ihres 65. Geburtstages im Jahr 2016.

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Diskurs

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Csaba Földes Universität Erfurt Diskurse im Wirkungsraum von Zweisprachigkeit. Werkstattbericht aus einem Forschungs- und Dokumentationsprojekt 1 Hinführung und Gegenstandskonstitution Die tatsächliche, auch die mündliche, Sprachverwendung gelangt – auch hin- sichtlich ihrer textuellen Einbettung – in den letzten Jahrzehnten allmählich in den Fokus der linguistischen Forschung; über aktuelle Untersuchungsparadigmen und Anwendungsfelder der Text- und Diskurslinguistik unterrichten nicht zu- letzt Publikationen der Jubilarin, beispielsweise der Sammelband Berdychowska/ Vogelgesang-Doncer/Janica (2014) oder die von Z. Berdychowska und Z. Bilut- Homplewicz im Lang-Verlag seit 2011 herausgegebene Buchreihe „Studien zur Text- und Diskursforschung“. Dieses gestiegene Interesse erklärt sich z.T. mit den nunmehr zur Verfügung stehenden umfassenden technischen Möglichkeiten: Die immer vollkommeneren Software und Technologien eröffnen – etwa dank digital aufbereiteter Korpora verschiedener Art – ein vorher nicht geahntes Potenzial für sprachwirklichkeitsnahe linguistische Analysen. Linguistische Forschung jeden Zuschnitts hat letzten Endes mit sprachlichen Da- ten zu tun. Der Umgang mit ihnen bzw. ihre Positionierung im analytischen Prozess geschah und geschieht im Verlauf der sprachwissenschaftlichen Entwicklung recht unterschiedlich. Je nach ihren erkenntnistheoretischen Grundlagen und Methoden kristallisieren sich grundsätzlich zwei verschiedene Vorgehensweisen heraus, zum einen die rationalistische und zum anderen die empiristische Richtung (s. Lemnitzer/ Zinsmeister 2015: 18–33). Die rationalistische Strömung (so z. B. die generative Grammatik) rekurriert auf die theoretischen Grundlagen der Untersuchungen zum Sprachvermögen (als kog- nitive Leistung von Menschen), das ja uns allen gemeinsam ist. Zu Erkenntnissen gelangt man – so die Grundannahme – durch Begriffe und Urteile (vgl. Lemnitzer/ Zinsmeister 2015: 18 und McEnery/Wilson 2011: 5)...

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