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Stimmvereinbarungen zwischen Gläubigern in der Insolvenz

Eine Untersuchung anhand des Verfahrensrechts und des materiellen Rechts der InsO

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Gunnar Groh

Dieses Buch beschäftigt sich mit der bislang kaum beachteten Frage, ob Gläubiger in der Insolvenz Stimmvereinbarungen treffen können. Dabei spielen praktische Erwägungen zur Planbarkeit der Stimmergebnisse eine Rolle. Zudem haben solche Stimmbindungsverträge eine wertschöpfende Komponente. Die Zulässigkeit betrifft zuerst das Verfahrensrecht, insbesondere die Vorbereitung und den Ablauf der Termine. Der Autor misst solche Abreden auch an zentralen materiellen Grundsätzen, dem Gleichbehandlungsgrundsatz und der Vorrangregel, wobei er die Judikatur zum ähnlichen Forderungskauf bespricht und anschließend ein Sanktionensystem für unzulässige Abreden entwickelt. Zuletzt prüft der Autor, ob Treupflichten zwischen Gläubigern bestehen, die sich auf die Zulässigkeit dieser Abreden auswirken könnten.

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Inhaltsverzeichnis

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Abkürzungsverzeichnis ..................................................................................XV Einleitung .....................................................................................................................1 Kapitel 1. Das Kollektivhandlungsproblem im Insolvenzrecht ..........................................................................5 § 1 Divergenz der Gläubigerinteressen ....................................................................5 A. Primäres Interesse an Befriedigung .............................................................5 B. Weitergehende Bestandsinteressen .............................................................7 C. Interessendivergenzen zwischen gesicherten und ungesicherten Gläubigern ..............................................................................9 § 2 Wettlaufsituation und Gefahr der Vernichtung kollektiver Werte ...........12 § 3 Informationsasymmetrien innerhalb der Gläubigerschaft ..........................14 A. Vertraglich bedingte Informationsvorteile ...............................................14 B. Vorsprung durch gesetzlich normierte Informationsrechte .................16 § 4 Konsequenz: Scheitern rein konsensualer Lösungsansätze ........................18 A. Schwierigkeiten einer kautelarjuristischen Insolvenzvorsorge weit vor der Insolvenz ...................................................................................19 B. Probleme von Ad-hoc-Versuchen der Krisenbewältigung ...................21 § 5 Zusammenfassung ................................................................................................22 Kapitel 2. Gesetzliche Reaktion auf das Kollektivhandlungsproblem: „Zwangskollektiv“ und Majoritätsprinzip .................................................................. 23 § 1 Das Gläubigerkollektiv als „Zwangskollektiv“ ..............................................23 A. Exkurs: Einordnung des Gläubigerkollektivs vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ....................................................24 B. Nach der Verfahrenseröffnung: schlichte Interessengemeinschaft ....26 VIII Inhaltsverzeichnis § 2 Kollektivierung in Organen der Selbstverwaltung .......................................29 A. Mehrheitsentscheidungen in den Gläubigerorganen ............................30 I. Gläubigerversammlung und Gläubigerausschuss .........................30 II. Modus der Entscheidungsfindung: Mehrheitsprinzip ..................32 B. Spezieller Abstimmungsmodus im Insolvenzplanverfahren: Gruppenbildung und rechtsökonomische Imperative ...........................35 I. Gruppenlösungen im Planrecht ........................................................35 1. Geltungsgrund für Gruppenlösungen ..............................................35 2. In § 222 InsO vorgesehene Gruppen ................................................37 II. Kombination des Gruppensystems mit rechtsökonomischen Imperativen: Obstruktionsverbot der §§ 244 f. InsO ..................................................................................40 1. Überblick über die einzelnen Wohlfahrtskriterien .......................40 a. Pareto-Optimum ...................................................................................41 b. Kaldor/Hicks-Kriterium.......................................................................42 2. Umsetzung dieser Grundsätze im Recht des Insolvenzplans, §§ 217 ff. InsO...........................................................45 a. Regelungsgehalt der §§ 244 f. InsO ...................................................45 b. Inkonsequente Umsetzung des Pareto-Optimums ........................46 C. Sonderfall: Anleihegl...

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