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Wissensmanagement in der Gesetzlichen Krankenversicherung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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Laura Lißner

Die Autorin untersucht die Aufgabe und Stellung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) als Wissensmittler zwischen medizinischem Wissensmanagement und juristischer Normsetzung in der Gesundheitsversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung. Im Fokus stehen die Zusammenarbeit des Gemeinsamen Bundesausschusses und des IQWiG sowie die daraus resultierenden Auswirkungen. Insbesondere wird geprüft, ob sich die rechtlichen Entscheidungen des GBA in die Bereiche des Risikomanagements und des planerischen Handelns einordnen lassen.

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Teil 1 Einleitung und Problemaufriss

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Kapitel 1 Einleitung Wissen stammt von dem althochdeutschen Wort wizzan ab, das ursprünglich ge- sehen haben oder erblicken bedeutete. Wissen ist der Inbegriff von rationaler Kenntnis – der Bestand von Fakten, The- orien und Regeln, eine begründbare und begründete Erkenntnis.1 Jeder Mensch kann sich Wissen aneignen. Es ist somit die Basis für jegliches Können des Men- schen. Wissen entsteht in einem Prozess – durch das Sammeln von Fakten und Er- fahrungen – und entwickelt sich stetig weiter.2 Ohne Wissen kann kein Können sein. Durch die Nutzung des Wissens kann das Können erst verwirklicht werden. Das Können, wiederum, ermöglicht es, neues Wissen zu akquirieren und zu festigen. Letztendlich ist in einem Zirkelschluss alles auf das Wissen zurückzuführen. Das Wissen ist die Grundlage, die ein Können erst möglich macht. Aus dem Wis- sen wird die Kraft zum Können gezogen. Stehr brachte es auf den Punkt: Man kann Wissen als Fähigkeit zum Handeln oder als Modell für die Realität definieren, d. h. als Möglichkeit, etwas in „Gang zu setzen“.3 Das Wissen steht im Mittelpunkt der folgenden Untersuchung. Diese Arbeit be- schäftigt sich insbesondere mit der Relevanz und der Schwierigkeit, medizinisch- wirtschaftliches Wissen in der gesetzlichen Krankenversicherung anzuwenden. Da das System der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung unter anderem von dem Solidarprinzip4 getragen wird, ist es Aufgabe des Gesetzgebers, entspre- chende Rahmenbedingungen für eine umfassende medizinische Versorgung aller Versicherter zu schaffen und zu gewährleisten.5 Dies ist allerdings...

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