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Wissensmanagement in der Gesetzlichen Krankenversicherung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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Laura Lißner

Die Autorin untersucht die Aufgabe und Stellung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) als Wissensmittler zwischen medizinischem Wissensmanagement und juristischer Normsetzung in der Gesundheitsversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung. Im Fokus stehen die Zusammenarbeit des Gemeinsamen Bundesausschusses und des IQWiG sowie die daraus resultierenden Auswirkungen. Insbesondere wird geprüft, ob sich die rechtlichen Entscheidungen des GBA in die Bereiche des Risikomanagements und des planerischen Handelns einordnen lassen.

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Teil 5 Zusammenfassung und Fazit

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Kapitel 15 Zusammenfassung in Thesen Einleitung und Problemaufriss Ohne Wissen kein Können. Das medizinische Wissen und der medizinische Fortschritt stellen die Grundlage für das gesamte Handeln der Parteien des Ge- sundheitswesens dar. Gesundheitsversorgung in der Gesetzlichen Krankenversicherung Die Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung beruht unter anderem auf dem Solidarprinzip und dem Prinzip der Eigenverantwortung, dem Subsidia- ritätsprinzip, der Versicherungspflicht und dem Sachleistungsprinzip. Der Gemeinsame Bundesausschuss ist das oberste Gremium der gemeinsa- men Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Ihm obliegt die Aufgabe der Konkretisie- rung der vertragsärztlichen Versorgung. Der GBA ist der Normgeber im Gesundheitswesen und beschließt Richtlinien, die für die Leistungserbringer und Versicherten der gesetzlichen Krankenversi- cherung unmittelbar verbindlich sind. Mit diesen Richtlinien gibt er nicht nur außerrechtliche Standards wieder, sondern setzt von sich aus einen Versorgungs- standard für das Krankenversicherungssystem fest. Sowohl das Planungsrecht als auch das Krankenversicherungsrecht werden durch eine ganz spezielle Art der Normsetzung charakterisiert, die im sonstigen Rechtswesen nicht üblich ist. Es wird zwar echte Normsetzung betrieben, doch in einer anderen Weise, als sie ansonsten praktiziert wird. Der parlamentarische Gesetzgeber gibt im SGB V nur ein Rahmenrecht vor, das für die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung durch den GBA erst konkretisiert und ausge- füllt werden muss, bevor es seine Wirkung in gänzlicher Weise entfalten kann, vgl. §§ 27 ff. SGB V. Der spezifische Einzelfall ist noch unentschieden, nur das Rahmenprogramm ist vorgegeben. Bei dem Erlass von Richtlinien muss der GBA...

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