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Ethik in der Pränatalen Medizin

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Edited By Florian Steger, Jan C. Joerden and Andrzej M. Kaniowski

Der Band versammelt Beiträge zu ethischen Fragen vorgeburtlicher Medizin. Einige dieser Beiträge wurden auf der Tagung Vorgeburtliche Medizin – Ethik und Recht vorgestellt, andere sind ergänzend für diesen Band entstanden. Die Autoren umreißen die aktuellen Entwicklungen ethischer Fragen in Bezug auf die vorgeburtliche Medizin mit ihren Behandlungs- und Diagnosemöglichkeiten aus einer interdisziplinären Perspektive. Sie geben zudem weitere Impulse für die Auseinandersetzung mit diesen Fragen, die im Spannungsfeld zwischen der Selbstbestimmung des individuellen Patienten, dem technisch Möglichen und den gesellschaftlichen Normen stehen.

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Der gesellschaftliche Blick auf Missbildung und Behinderung beim Menschen seit Einführung der Pränataldiagnostik (Josef N. Neumann)

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Der gesellschaftliche Blick auf Missbildung und Behinderung beim Menschen seit Einführung der Pränataldiagnostik Josef N. Neumann Zusammenfassung Es geht in dieser Arbeit um die Frage, in welcher Weise sich unter dem Einfluss pränatal- und reproduktionsmedizinischer Handlungsmöglichkeiten das Verhältnis zum behin- derten Menschen seit Einführung der Pränataldiagnostik in Deutschland Mitte der 1970er Jahre verändert hat. Dabei wird ausgegangen von einer grundsätzlichen Erörterung der Beziehung zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen in einer Gesellschaft, in der die Exklusion sogenannter Problemgruppen die bevorzugte Vorgehensweise sozialer Praxis darstellt. In weiteren Schritten versucht sich der Autor dem komplexen Problem zu nähern, wie angesichts der immer differenzierteren diagnostischen Verfahren moderner prädiktiver und reproduktiver Medizin mit dem bereits pränatal möglichen Wissen um Gestalt und gesundheitlichen Zustand des Embryo umgegangen wird und was in diesem Zusammenhang sittliche Verantwortung bedeuten soll. Abstract This article highlights the question of how the proportion to disabled people changed under the influence of opportunities of action in terms of prenatal and reproductive medicine since prenatal diagnostics was introduced in Germany in the mid-1970s. Starting point thereby is a fundamental consideration of the relationship between disabled and non-disabled people in a society where the exclusion of so-called problematic groups is the preferred approach of social practice. The author additionally approaches the complex issue of how, in terms of more and more differentiated diagnostic procedures of modern predictive and reproductive medicine, the already prenatal potential knowledge about shape and healthwise state of...

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