Show Less

Mehrsprachigkeit im Alltag von Schule und Unterricht in Deutschland

Eine empirische Studie

Yüksel Ekinci and Habib Guenesli

Die Autoren erhoben im Zeitraum von August 2014 bis Ende März 2015 mittels einer Online-Befragung deutschlandweit Daten von Lehrkräften aller Schulformen zur Mehrsprachigkeit im Alltag von Schule und Unterricht. Die Studie dient als Momentaufnahme der Mehrsprachigkeit an deutschen Schulen. Sie ermöglicht einen Einblick in die Einstellungen und Wünsche der Lehrkräfte sowie die Handlungsräume und Ressourcen der Schulen im Umgang mit sprachlich heterogenen Lern(er)gruppen. Die Ergebnisse führen vor Augen, dass Mehrsprachigkeit schon lange schulischer Alltag und Unterrichtsrealität ist. Deshalb sind dort die Potenziale von Kindern und Jugendlichen mit nicht-deutscher Erstsprache zu entwickeln und die Sprachfähigkeiten deutscherstsprachiger Lern(er)gruppen zu fördern.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Vorwort von Prof. Dr. Gudrun Marci-Boehncke

Extract

Die vorliegende Studie widmet sich einem zentralen aktuellen Forschungs- thema: dem Bewusstsein für Mehrsprachigkeit und ihre Potenziale für den Unterricht. Keine repräsentative Erhebung, sondern eine qualitative Studie, die zunächst zeigt, wer sich überhaupt hat ansprechen lassen für diese Frage. Auch dies ist bereits ein erstes wichtiges Ergebnis bei einer bundesweiten Bereitstellung der Fragebögen und gleichmäßigen Ansprache der entspre- chenden Institutionen im Bildungswesen. Dennoch verraten die Ergebnis- se – mögen auch die Einzelfallzahlen in den verschiedenen Bundesländern zum Teil gering sein – etwas über die Einstellungen und Überzeugungen der Befragten. Genau dieses Thema stellt sich auch in weiteren Zusammenhän- gen als zunehmend wichtig dar: digitale Medienbildung ist dabei vorrangig zu nennen. Diverse Studien (ICILS 2013, IfD-Allensbach/Telekom Digitale Medien im Unterricht, Breiter/Aufenanger et. al. 2013, Marci-Boehncke/ Rath 2013) weisen darauf hin, dass die Bereitschaft der Lehrkräfte und Institutionen, Medienbildung aktiv zu ihrem persönlichen Thema in Bil- dungszusammenhängen zu machen, die Grundlage ist, kulturelles Kapital (Bourdieu) und damit praktische Kompetenz überhaupt zu generieren und die weiteren Voraussetzungen im Feld Schule entsprechend zu gestalten. Nicht die technischen Geräte sind primär wichtig, sondern ein Bewusst- sein für die Relevanz und die Möglichkeiten von digitaler Medienbildung. Und gleiches gilt auch für die Bereiche Inklusion und Mehrsprachigkeit. Die Studie von Ekinci und Güneşli macht deutlich, dass es in erster Linie Lehrkräfte mit eigener migrationsbedingter Mehrsprachigkeit sind, die für diese Voraussetzungen auch bei ihren Schüler_innen sensibel...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.