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Das Folgerecht und die Durchsetzung der folgerechtlichen Vergütungsansprüche

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Silviya Yankova

Dieses Buch untersucht das Folgerecht von der Notwendigkeit seiner Existenz bis zu seiner praktischen Durchsetzung in Deutschland. Die Autorin hält der Behauptung, dass sich das droite de suite negativ auf die betroffenen Kunstmärkte auswirkt, die Auswertung aktueller Studien über den europäischen und weltweiten Kunstmarkt entgegen. Sie stellt die Besonderheiten der Regelungen § 26 UrhG und RL 2001/84/EG sowie möglicher komplementären Rechtsinstitute dar. Ein Kapitel thematisiert die Durchsetzung von folgerechtlichen Vergütungsansprüchen im Rahmen der kollektiven Rechtewahrnehmung durch die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst und die Änderungen, die die Umsetzung der RL 2014/26/EU sowie die Kündigung der Ausgleichsvereinigung Kunst mit sich bringen.

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Teil 4. Geeignetheit und Effektivität des Folgerechts

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87 Teil 4. Geeignetheit und Effektivität des Folgerechts Im Rahmen der Untersuchung des Folgerechts stellt sich die Frage, ob dieses Rechts- institut geeignet erscheint, die mit ihm verfolgten gesetzgeberischen Ziele zu errei- chen. Im Schrifttum sind die Einwände weit verbreitet, das droit de suite komme lediglich erfolgreichen Künstlern oder ihren Erben zugute und verfehle damit seinen sozialen Zweck. Daher wird nachfolgend erläutert, welche rechtlichen Zielvorstel- lungen dem Folgerecht aus deutscher Sicht zugrunde liegen. Es wird der Streitfrage nachgegangen, ob dem droit de suite eine soziale Ausprägung immanent ist. Erst anhand der so gewonnenen Erkenntnisse kann ermittelt werden, ob das droit de suite der gesetzgeberischen Intention gerecht wird und ein geeignetes rechtliches Instrument darstellt. Im Rahmen der Abhandlung werden weiterhin denkbare Er- satzregelungen sowie komplementäre Rechtsinstitute thematisiert. A. Der Beteiligungsgrundsatz als Maßstab Das Folgerecht beruht, wie bereits erläutert,707 auf dem Beteiligungsgrundsatz. Das Rechtsinstitut soll die ökonomische Teilhabe des bildenden Künstlers an der wirt- schaftlichen Nutzung seiner Originalwerke gewährleisten. Daher sind die Geeig- netheit und Effektivität der Regelung daran zu messen, ob diese wirtschaftliche Beteiligung des Künstlers in der Praxis gelingt. Nachfolgend wird daher untersucht, ob es dem bildenden Künstler ermöglicht wird, im vom deutschen Gesetzgeber erwarteten Umfang an der Wertsteigerung seiner Originale zu partizipieren. I. Privilegierung erfolgreicher Künstler Zunächst stellt sich die Frage, ob alle bildenden Künstler an der Nutzung ihrer Wer- ke teilhaben können. Die Kritiker des Folgerechts lassen in diesem...

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