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Identitätsbildung und Partizipation im 19. und 20. Jahrhundert

Luxemburg im europäischen Kontext

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Edited By Norbert Franz, Thorsten Fuchshuber, Sonja Kmec, Jean-Paul Lehners and Renée Wagener

Gesellschaften mit starker Einwanderung kennzeichnen vielfältige Formen von Identitätsbildung und das Ringen um politische und zivilgesellschaftliche Partizipation. Dies gilt in besonderer Weise für Luxemburg im 19. und 20. Jahrhundert. Hier entstand in einem Kleinstaat eine der jüngeren Nationen Europas und zugleich eine besonders offene, plurikulturelle Einwanderungsgesellschaft. Ziel dieses Bandes ist es, die Entstehung dieser Mehr-Kulturen-Gesellschaft im europäischen Zusammenhang zu verstehen. Die einzelnen Beiträge analysieren mit Hilfe unterschiedlicher sozial- und kulturwissenschaftlicher Annäherungen exemplarische Konfliktlinien der Identitätsbildung und des Kampfes um Partizipation.

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Die „Partizip“-Projekte – Ergebnisse und laufende Arbeiten Das vorliegende Werk wurde als Abschlussband zweier Forschungsprojekte konzipiert, die im Folgenden kurz vorgestellt werden sollen. Das Kürzel „Parti- zip“ steht für zwei Projektphasen, die sowohl personell als auch thematisch eng verknüpft waren. Insgesamt lief „Partizip“ sechs Jahre (2009–2015) und wird über laufende Dissertationen weitergetragen. Die beiden Projektphasen hatten die Titel „Nationenbildung und Demokratie: Die Auseinandersetzung um Partizipation in Luxemburg von der Französischen Revolution bis zum Beginn des Zweiten Welt- kriegs 1789–1940“ sowie „Gesellschaftliche Partizipation und Identitätsbildung. Der Kampf um politische, wirtschaftliche und kulturelle Teilhabe in Luxemburg im europäischen Zusammenhang von den 1930er Jahren bis 1980“. Die beiden Projekte wurden vom Fonds National de la Recherche Luxemburgs gefördert und von Prof. Norbert Franz, Dr. Thorsten Fuchshuber, Prof. Sonja Kmec und Prof. Jean-Paul Lehners geleitet. Darüber hinaus gab Renée Wagener entscheidende Impulse für Design und Umsetzung der „Partizip“-Projekte. Als wissenschaftli- che Mitarbeiter wirkten zudem Dr. Wolfgang Alt und Dr. Vincent Artuso an der Projektarbeit mit. In zwei Tagungsbänden wurden Konzeptionen der beiden Projekte und erste Forschungsergebnisse vorgestellt, vor allem aber weit aufgefächerte Schlaglich- ter auf die behandelten Forschungsfelder geworfen. Im ersten Band stand der Zusammenhang zwischen Nationsbildung und der Auseinandersetzung um po- litische Partizipation im Fokus der verschiedenen Beiträge, die das Fallbeispiel Luxemburg in einem breiteren, auch international vergleichenden europäischen Kontext stellten.1 Angesichts der besonderen Desiderate der Forschungen über die Geschichte der jüdischen Minderheit war sowohl...

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